07.06.2021 - 16:18 Uhr
NabburgOberpfalz

Nabburger Impfzentrum bleibt mindestens bis Ende September in Betrieb

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Die Hausärzte kurbeln im Landkreis Schwandorf das Impf-Tempo an. Trotzdem soll das Impfzentrum Nabburg bis Ende September bestehen bleiben. Was das Ganze kostet? Der Landkreis bekommt den Aufwand vom Staat ersetzt.

Das Impfzentrum Nabburg wird bis mindestens Ende September weiterbetrieben - trotz Impf-Tempo bei den Hausärzten.
von Vanessa Lutz Kontakt Profil

Seit dem 15. Dezember 2020 werden am Impfzentrum Nabburg und seit dem 6. April an der Außenstelle in Maxhütte-Haidhof die Dosen gegen das Coronavirus verabreicht. Nun, da auch Hausärzte Impfungen verabreichen dürfen, stellt sich die Frage, wie lange der Betrieb überhaupt noch notwendig sein wird. Und, wie hoch eigentlich die Kosten hierfür sind.

Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien teilt Landratsamt-Pressesprecher Hans Prechtl mit, dass der Betrieb bis mindestens 30. September dieses Jahres geplant sei. Einen konkreten Termin, ab wann die Zentren geschlossen werden müssen, gebe es noch nicht, da hierüber der Freistaat Bayern die Entscheidungskompetenz habe.

Wie teuer ist der Betrieb solcher Impfzentren? Grundsätzlich würden für den Landkreis Schwandorf für den Betrieb des Impfzentrums keine Kosten anfallen, so Prechtl. Diese werden vom Freistaat ersetzt. Die konkreten Zahlen seien jedoch "Interna" zwischen Landkreis und Dienstleister, der BAD GmbH aus Bonn. Äußern möchte sich Prechtl deshalb hierzu nicht.

Auf Nachfrage beim Bayerischen Gesundheitsministerium teilt Sprecherin Angela Back schriftlich mit, dass im März Gesamtkosten in Höhe von 56,3 Millionen Euro für die 100 Impfzentren in Bayern geltend gemacht worden seien: "Dies entspricht durchschnittlich knapp 560 000 Euro pro Impfzentrum im Monat März."

Sind die Impfzahlen im Nabburger Zentrum seit der Einbindung der Hausärzte zurückgegangen? Prechtl verweist auf die fast 400 Corona-Pressemitteilungen des Landratsamtes, die auf dessen Homepage stehen.

Aus Pressemitteilung 389 geht hervor, dass bislang 64 529 Personen geimpft seien. Das Impfzentrum Nabburg hatte zum damaligen Stand 57 000 Impfungen verabreicht, davon 38 450 Erst- und 18 550 Zweitimpfungen. Aus Pressemitteilung 356 geht hervor, dass insgesamt seit Beginn der Involvierung der Hausärzte ein deutlicher Anstieg der Impfungen zu verzeichnen ist. Demzufolge hat die Einbindung der Ärzte den Impffortschritt deutlich beschleunigt.

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