Nabburg
08.02.2026 - 14:53 Uhr

Nabburger Pfarrfasching zeigt sich in voller Blütenpracht

Das Jugendwerk als "Gartenland", zur Gaudi fest in Zwergenhand, so zeigt die Nabburger Pfarrei, wie schön ein echter Fasching sei! So könnte man in Reimform den gelungenen Pfarrfasching beschreiben.

Kaum angekündigt, war der Nabburger Pfarrfasching auch schon ausverkauft. Offenbar hatte es sich herumgesprochen, dass hier alljährlich ein mitreißender Gaudimix aus Show, Schalk und Schwung so richtig „aufblüht“, speziell heuer, in der „grünen Kleinstadtoase“ des Jugendwerks.

Den passenden Schlager dazu trällerten die Jakob Sisters erstmals 1963: „Adelheid, schenk mir einen Gartenzwerg!“ Ein Evergreen, dessen Appell dank Musiker Franz Maunz auch beim Publikum dieses Abends auf fruchtbaren Boden fiel, zum Auftakt tatkräftig unterstützt durch das „Gartengeräteorchester“ des Pfarrgemeinderates, der mit Gießkanne, Rechen oder Heckenschere „instrumentalisiert“ einzog.

Nicht nur hier bewies Chefgärtner Hannes Lorenz einen grünen Daumen beim Verteilen der Orden, sondern er behielt nach perfektem Pflanzplan auch den „Nach-Wuchs“ im Auge, um mithilfe der Gruppenleiter die sich überall tummelnden „kleinen Mäuse“ der Ministranten im Zaum zu halten und „oben, unten, vorne, hinten“ für "gute Laune" zu sorgen.

Erfahrungsreich kommentierten dann zwei Vogelscheuchen ihre Gartenerlebnisse mit Seitenhieben auf den Wahlkampf: „I kannt dir vüll väzülln vo dene ganzn Vögel, die mi scho daschissn hobm!“, darunter weniger Tauben, Turmfalken oder Störche, mehr „de am Schtoodplotz auf jeder Straßenlatern sitzen. Die gräißten und schlimmsten san die schwarzen Krouan. Überall sigstas!“ Zur großen Schar an Alt-Vögeln kämen lärmende Spatzen aus dem Nabburger Land herein. Rotkehlchen seien rar, wohl fast ausgestorben, dazu Amsel, Drossel, Fink und Star, aber „däi kandidiern heier niad, san ausg'flogn“, schilderte die eine. „Oba an haffa Kuckuck gibt´s nu!“ - und noch mehr „Scherer“. Dieses Maulwurfsgeschwader könne ja von Haindorf aus den Bahntunnel graben, „ganz umasunst, no dazou ökologisch!“, schlug die andere vor und entgegnete dem Dauer-Einwand, „es sagt doch in Nabburg eh jeder, dass er den nimma dalebt!“

Anschließend verzauberte bereits in zweiter Aufführung der Blumentanz des Frauenbundes das bunte Gartenparadies, bevor dieses von einer wahren „Hitzewelle“ erfasst wurde, so temperamentvoll heizte erst die Jugendblaskapelle , dann der „Zwergenaufstand“ des Männerballetts als Höhepunkt dem Saalpublikum ein, das sich mit Zugabe-Rufen kaum noch zurückhalten konnte.

 
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