Umweltbildung ist heute wichtiger den je. Oft fehlt die Sensibilität oder einfach das nötige Wissen, um Zusammenhänge in der Natur zu begreifen. Der Schulgarten im Freilandmuseum im Neusath leistet einen wichtigen Beitrag, dieses Defizit zu beseitigen. Das Projekt "Der Schulgarten in Neusath" wurde im Jahr 2017 bereits als Pilotprojekt zusammen mit der Landgraf-Ulrich-Schule Pfreimd unter Förderung von "Umweltbildung.bayern" umgesetzt und zur Bewerbung als Umweltstation genutzt. Neben der LUS wurde vor zwei Jahren die Förderschule Nabburg mit ins Boot geholt. Schulleiter Oliver Vogel freute sich ganz besonders, dass die Maria-Schwägerl-Schule in Neusath einen Lernort gefunden hat, an dem die Schüler den Bezug zur Natur unter fachmännischer Anleitung erlernen können. "Als Schule mit dem Schulprofil Inklusion haben wir einen Partner gefunden, mit dem gemeinsames Lernen und Schulleben im Sinne einer inklusiven Beschulung Realität geworden ist", freute sich Vogel.
Hier kommt die Museumspädagogin Bettina Kraus ins Spiel. Dank ihres umfassenden Wissens und mit der Unterstützung von Anna Schmittner, einer gelernten Hauswirtschafterin, lernen die Schüler sorgfältige Gartenarbeit mit alten Nutzpflanzen und die Saatgutvermehrung. Genau diese Zielsetzung hat sich auch der Verein "Arche Noah" auf die Fahne geschrieben. Die Vielfalt zu erhalten und zu entwickeln ist eine Aufgabenstellung, der sich Annegret Hottner verschrieben hat. Mit Begeisterung unterstützt sie deshalb die Arbeit im Schulgarten.
In diesem Jahr durften die Schüler zusätzlich einen Blick in die Museumswerkstatt werfen. Wer weiß schon, dass für einen guten Rechen drei Holzsorten gebraucht werden oder wie ein Besen gebunden wird? Die Schüler haben ihre ersten "Gesellenstücke" gleich mitgebracht.
Das ganze Unterfangen bedarf natürlich eines gewissen Etats, den die Sachaufwandsträger, in diesem Fall die Schulen, alleine nicht bewältigen könnten. Seit Jahren unterstützt der Raiffeisenförderverein das Projekt "Schulgarten Neusath". Beim Anwesen "Köstlerwenzel" begrüßte Museumsleiterin Birgit Angerer die Bürgermeister Richard Tischler aus Pfreimd und Kurt Koppmann aus Nabburg. Ebenso galt ihr Gruß der Schulleiterin Silke Schmid von der Landgraf-Ulrich-Schule aus Pfreimd und Oliver Vogel von der Förderschule Nabburg. Bankvorstand Bernhard Werner, der zugleich Vorstand des Raiffeisenfördervereins ist, übergab einen Scheck in Höhe von 1000 Euro an die beiden Schulleiter, mit der Bitte, das Projekt auch weiterhin fortzuführen.













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