Der Stadtrat hatte am 10. Juli die Einleitung der Bauleitplanung für den Bebauungsplan "Industriegebiet Baderfeld" beschlossen. In der jüngsten Sitzung wurde den Räten nun der Entwurf vorgestellt. Die Grundstücke liegen nördlich des bestehenden Gewerbe- und Industriegebietes (nördlich Boschstraße) und damit unweit der Autobahn. Geplant sind 29 Parzellen auf rund 1,7 Hektar Bauland. Planerin Forstner vom Ingenieurbüro Weiß in Neunburg informierte anhand einer Skizze, dass ein Großteil davon im Flächennutzungs- und Landschaftsplan bereits als Industriegebiet ausgewiesen ist. Die innere Erschließung erfolge über Ring- und Stichstraßen. Zur Autobahn hin sei eine Abstandszone von 40 Metern einzuhalten und auch das Wasserschutzgebiet werde berücksichtigt. "Der Neusather Bach bleibt erhalten", gab sie zu verstehen.
Verhandlungen starten
"Die Stadt Nabburg besitzt derzeit keine Flächen, die als Gewerbe- oder Industrieflächen angeboten werden können", betonte Bürgermeister Armin Schärtl. Für "Baderfeld" lägen bereits Anfragen von am Ort bestehenden und neuen Firmen vor. Nachdem nur zwei Drittel der Fläche im Besitz der Stadt sind, starten die Grundstücksverhandlungen in Kürze. "Es ist eine rein landwirtschaftliche Nutzfläche", informierte Landschaftsarchitekt Gottfried Blank. An der südlichen Grenze verläuft der Neusather Bach, zu welchem zwecks Hochwasser-Schutz ein Pufferstreifen von zehn Meter vorgesehen sei. Die drei Parzellen im Norden würden mit einem Grünstreifen (Hecke) zur freien Landschaft und zur Ortschaft Neusath hin abgeschirmt. Die benötigte Ausgleichsfläche sei zwar "ordentlich", aber durch Flächen im Besitz der Stadt möglich. "Wir sollten die Parzellierung flexibel halten", regte Stadtrat Hans-Georg Dobler (CSU) an. "Kein Problem", meinte dazu Verwaltungsfachwirt Thomas Prey, denn durch größere Betriebe könne man auch Stichstraßen sparen.
Ein Thema in der Sitzung war auch der Jahresantrag für das Städtebauförderprogramm 2019, der bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen ist. Der Beschluss für das Maßnahmenpaket, der von förderfähigen Kosten in Höhe von 677 000 Euro ausgeht, fiel einstimmig. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Altstadt; nur 12 000 Euro beziehen sich auf die Unterstadt. Der Bürgermeister stellte die beabsichtigten Projekte kurz vor. Darunter die Neugestaltung Teilbereich Spitalgasse (150 000 Euro förderfähige Kosten), die Freifläche Flurnummer 116/Spitalgasse Flurnummer 122 (150 000 Euro) und der Realisierungswettbewerb Parkplatzthematik Unterer Markt (50 000 Euro). Weitere Anmeldungen für 2019 sind der Abbruch des Zwinger-Überbaus (150 000 Euro) und eine Machbarkeitsstudie "Parken in der Unterstadt" (12 000 Euro). Für die Mehrkosten wegen archäologischen Funden am westlichen Zwingerweg werden nochmals 50 000 Euro eingestellt.
Sanierung Mähntor
Die Sanierung des Mähntors soll laut Schärtl eher als geplant anlaufen, wozu demnächst im Stadtrat informiert wird. Für Nutzungskonzept/Grundlagenermittlung werden deshalb 50 000 Euro gemeldet. Erst ab 2020 steht "Parken in der Altstadt" wieder auf der Agenda, und auf das Jahr 2022 wird die Freiflächengestaltung Unterer Markt (Bauabschnitt drei, Denkmal- oder Ensembleschutz) geschoben. "Wir müssen erst die Parkflächenproblematik lösen", betonte Schärtl dazu. Bei der Modernisierung Hüllgasse 8 (Burggut) sei der Umfang noch unklar, weshalb dies ohne Betrag in die Bedarfsmitteilung eingestellt wurde. Wie jedes Jahr sind die Posten kommunales Förderprogramm (50 000) und Beträge für Sanierungsträger und städtebauliche Berater (15 000) enthalten.
Stadtrat Josef Fischer (ABU) monierte, dass die Spitalgasse in der Aufstellung um 50 000 Euro teurer geworden sei. "Diese wird nicht teurer", widersprach der Bürgermeister. Demnächst gehe das Angebot des Ingenieurbüros für Planung und Ausführung mit Kostenschätzung ein, welches dann im Stadtrat vorgestellt werde. "Die Skizze aus dem Rathaus dient dafür als Grundlage", bekräftigte Schärtl. Auf eine Nachfrage von Hans-Georg Dobler bezüglich Obertor informierte das Stadtoberhaupt, dass der Mieter gekündigt habe: "Wir sind aber im Gespräch mit einem Nachmieter."



















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