02.01.2019 - 14:37 Uhr
NabburgOberpfalz

Neue Schatzkiste öffnet sich

Die Uhren zeigen Schlag Mitternacht eine neue Zeit an: Das Jahr 2019 hat begonnen unter dem üblichen Lärm und Krach der Silvesternacht. Auch die Kirchen haben das neue Jahr eingeläutet.

Zeichenhaft wurde die Schatzkiste 2018 vor die Krippe, vor Gott gestellt - in seine Hände zurückgegeben. Daneben eine neue Schatzkisten: "Scheinbar leer, doch gefüllt mit ZEIT, HOFFNUNG, ZUVERSICHT, KRAFT, MUT. Das alles sind Dinge, die uns so oft ausgehen, und die wir doch aus eigener Kraft nicht einfach machen können. Christus schenkt sie uns", so Stadtpfarrer Lorenz.
von Sepp FerstlProfil

In der Silvesternacht fragte Pfarrer Hannes Lorenz in seiner Predigt wo die Zeit hingegangen sei. Irgendwie möchte jeder die Uhrzeiger festhalten, bevor sich das Jahr wieder beschleunigt. „Heute spüren wir auch die Endgültigkeit, mit der ein Jahr unserer Lebenszeit für immer zu Ende geht und Teil der Erinnerung wird.“ Was bleibe seien die guten Erinnerungen aus 2018, aber auch die Tränen, die prägten. Sie würden miteinander zu einem wertvollen Schatz, der das Leben bereichere.

Wie schaue sie aus, die „Schatzkiste“ des Jahres 2018? Jede oder jeder könne seine Schatzkiste 2018 auf ganz persönliche Weise füllen. „Für die Pfarrgemeinde und für die Welt möchte ich sie an diesem Abend rückblickend und symbolisch mit Perlen und Tränenfläschchen füllen!“

Die Welt erlebte eine Sternstunde, als Olympia für Versöhnung zwischen Nord- und Südkorea sorgte. Gleichzeitig werde der Bau der Mauer in Mexiko und des Grenzzaunes auf der Krim vorangetrieben. Die Mauer im Heiligen Land sorge weiterhin für Trennung. Der Weltfriede sei mehr denn je in Gefahr. Für den Frieden gab es ein Perle, für die Angst ein Fläschchen Tränen.

In Deutschland gab es viele Tränen über die schlechten Leistungen der Fußballnationalmannschaft. „Schön, heiß und trocken war der Sommer. Und darum dürfen wir es als kostbare Erinnerung aus 2018 mitnehmen, dass uns das Wasser trotz allem nicht ausging.“ Eingehend auf die Kirche erinnerte Pfarrer Lorenz an die Missbrauchsfälle und die Diskussion über das Geld. Was solle da noch wertvoll bleiben? Der Glaube, der die Menschen präge, ihnen Halt gebe? „Und doch ist es der Glaube, der zum Schatz werde. Kirche ereigne sich nicht nur in Skandalen, sondern überall dort, wo Christen ihren Glauben engagiert leben. Das gerate oft aus dem Blick.

Eingehend auf die Pfarrei Sankt Johannes erinnerte Lorenz an den Pfarrgemeinderat, die Sanierung des Jugendwerks, den Kaplanswechsel und die Wahl zur Kirchenverwaltung mit Überraschungen. Da waren noch sein Priesterjubiläum und der 50. Geburtstag, die wunderschönen Konzerte aber auch die Tatsache, dass zum ersten Mal „unsere Pfarrei unter die 5000 Katholiken rutschte.“ Zu den vielen wertvollen Perlen des Jahres 2018 zählen 43 Täuflinge, 39 Erstkommunionkinder, 40 Firmlinge und 18 Hochzeiten. Unter Tränen sind 66 Verstorbene zu Gott heimgegekehrt.

„Wenn wir nun in dieser Nacht den Schatz des Jahres 2018 wieder in die Hände dessen zurückgeben, der uns diese vergangen 365 Tage schenkte, dann dürfen wir wissen, dass er uns annimmt, so wie wir sind: mit Stärken und Schwächen.“ Zeichenhaft stellte der Priester die Schatzkiste 2018 vor die Krippe, vor Gott.

Gleichzeitig gebe es von ihm eine neue Schatzkiste. Scheinbar leer, doch gefüllt mit Zeit, Hoffnung, Zuversicht, Kraft und Mut. „Das alles sind Dinge, die uns so oft ausgehen, und die wir doch aus eigener Kraft nicht einfach machen können.“ Christus ermuntere für das neue Jahr vor allem zum Vertrauen. „Schließlich schickt er uns nicht einfach auf den Weg durch 2019.“ Er verheiße allen seinen Beistand, sein Weggeleit, seinen Segen.

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