„Ladies and Gentlemen – ich bitte um Nachsicht: Wenn es heute gelegentlich ein wenig englisch klingt, liegt das ganz eindeutig an der Hauptperson des Tages“, leitete Carsten Böckl als Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in der Oberpfalz seine Rede ein, „aber ein Hauch von British Spirit gehört zu ihrer Persönlichkeit.“ Unter den vielen Charakteristika von Dr. Anja Wiesner zog sich denn auch dieses sprachliche Faible wie ein roter Faden durch ihre Amtseinführung als neue Direktorin des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums in Nabburg.
Passend dazu hatte sich das spröde Turnhallenflair wunschgemäß in ein festliches Ambiente verwandelt, um öffentliche und schulische Mandatsträger, aktuelle und ehemalige Kollegen sowie Vertreter der Schülerschaft zu diesem Anlass gebührend zu empfangen. Für klangliche Akzente sorgte die schuleigene Bigband mit Gesangssolistin Ann-Kathrin Kirchner. Die Musiker unter Leitung von Stefan Schindler hatten als Intro die Titelmelodie aus Beverly Hills Cop als perfekte Ergänzung zur Einführungsthematik von Carsten Böckl gewählt: „Das Bild einer guten britischen Serie mit Stil, Tiefgang, Klarheit, feinem Humor und einer Figur, die einen ganz besonderen Eindruck hinterlässt.“ Maßgeblich getragen von der Protagonistin sei nun auch die Position der neuen Schulleiterin des JASG optimal besetzt, quasi „a perfect match!“
Die ausschlaggebenden Kriterien basierten auf beruflicher Vita und qualifizierter Ausbildung: Studium in Passau, ein bis heute prägender Aufenthalt als „Teaching Assistent in Dorchester“, Referendariat in Landshut. Anja Wiesner habe zudem ihren Erfahrungsschatz um Fachkompetenz, Arbeitsethos und Professionalität erweitert, mit einer Promotion vervollständigt und agiere mit Loyalität, Esprit und Herzblut. Nach über 20 Jahren „hält man hier große Stücke auf Sie!“, fasste Böckl zusammen. Mit diesem allseits geschätzten und bewährten „Leadership with heart“ werde die „JAS“-Serie „unter ihrer Regie eine besonders gelungene neue Staffel bekommen“, war er sich abschließend sicher.
Ihre fortgesetzte Kooperationsbereitschaft dazu versicherten Landrat Thomas Ebeling seitens des Sachaufwandsträgers, zugleich unterstützend Schülersprecher, Elternbeirat sowie der Personalrat mit einem „Osternest“ voller bester Wünsche – und einem Überraschungsgast: „Queen Elisabeth II.“ (Stefan Schropp) gab sich die Ehre. Das legendäre Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs gestand (natürlich auf Englisch), vieles er- und überlebt zu haben, sei jedoch nie „head of a Bavarian Gymnasium“, also bayerische Gymnasialchefin gewesen. Trotz fehlender Erfahrung in der „challenge to deal with such ghastly institutions like Kultusministerium, Landratsamt or Personalrat“ – also der Herausforderung, mit so schrecklichen Institutionen wie dem Kultusministerium, dem Landratsamt oder dem Personalrat umzugehen", riet sie (auf Englisch) dennoch: „Nehmen wir uns selbst nicht zu wichtig. Niemand von uns hat die Weisheit gepachtet, und wir müssen stets bereit sein, anderen Standpunkten zuzuhören und sie zu respektieren. Das, Anja, war schon immer deine Philosophie, hat dich weit gebracht und wird dich auch weiterhin weit bringen!“
Angesichts der herzlichen Glückwünsche kam die neu ernannte Schulleiterin um Dankesworte nicht umhin, wobei sie sich der künstlerischen Illustrationen des Programmheftes bediente: „Welche davon könnte die passende Message für diesen Anlass vermitteln?“ Ihre Wahl fiel, sinnbildlich für den Schulalltag, schließlich auf das Bild eines lichten Waldes: Aus eigener Erfahrung biete er primär Erholung. Und mit etwas Engagement ließe sich manches Hindernis auf dem Weg hindurch bis zur Lichtung, sprich dem Abitur, bewältigen. „Es ist mir wichtig, den Jugendlichen wieder mehr das Gefühl zu vermitteln, dass sich Anstrengung und Talentförderung lohnen. Mit Einsatzfreude und Unterstützung der Lehrkräfte kann man so auch in weniger naheliegenden Bereichen gut sein“, bekräftigte sie ihre Intention, „als Schulleiterin will ich da als gutes Beispiel vorangehen, der festen Überzeugung: Bildung ist keineswegs immer und überall ein selbstverständliches Privileg!“















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