11.07.2018 - 20:31 Uhr
NabburgOberpfalz

„Oberpfalz Dual“ ein Erfolgsmodell

Die Verzahnung von Theorie und Praxis ist "der" Baustein der beruflichen Ausbildung. Die Kooperationsverträge zwischen der OTH Amberg-Weiden und Regensburg mit dem Berufsschulzentrum Schwandorf, Außenstelle Nabburg, schaffen die Basis.

Die Unterzeichnung der Kooperationsverträge zwischen Hochschule, Berufsschule und den Betrieben ist ein Meilenstein der beruflichen Ausbildung in der Oberpfalz Im Bild von links: IHK Bereichsleiter Ralf Kohl, Schulleiter Ralf Bormann, OTH-Vizepräsidentin Professor Dr. Christiane Hellbach, OTH Präsident Professor Dr. Wolfgang Baier und Leitender RegierungsschuldirektorThomas Unger.
von Richard BraunProfil

Das duale Studium in der Oberpfalz, die Ausbildung zur Industriekauffrau/-mann kombiniert mit dem Studium der Betriebswirtschaft oder dem Handels- und Dienstleistungsmanagement, ist die optimale Verknüpfung eines regulären Bachelorabschlusses mit viel Berufspraxis. Es basiert auf einem ausgeklügelten Studienkonzept, in dem die Kooperationspartner Hochschule, Unternehmen und Berufsschule eng miteinander zusammenarbeiten. Dabei kommt es zu einer passgenauen Verknüpfung von hochwertigem FH-Studium mit intensiver betrieblicher Praxis aufgrund eines Ausbildungsvertrages. Die Regierung der Oberpfalz hat mit ihrem Konzept „Oberpfalz Dual“ dafür die Grundlage geschaffen und Fachsprengel für die mit einem Hochschulstudium kombinierten Ausbildungsberufe geschaffen.

Das duale Studium richtet sich an Interessenten, die bereits während des Studiums mit überdurchschnittlicher Leistungsbereitschaft und hohem Engagement in einem Unternehmen Erfahrung sammeln und während des Studiums finanziell abgesichert sein wollen. Die Voraussetzungen dafür sind das Abitur oder Fachabitur, ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb, betriebliche Zusatzvereinbarungen für die Gesamtdauer der Bildungsmaßnahme und die Bewerbung um den Studienplatz „Betriebswirtschaft“ oder „Handels- und Dienstleistungsmanagement“ an einer Ostbayerischen Technischen Hochschule.

Die Ausbildungszeit erstreckt sich über viereinhalb Jahre. Unternehmen erhalten so praxisnah ausgebildete Akademiker, die keine Einarbeitungszeit benötigen. Junge, motivierte Fach- und Führungskräfte werden so bereits früh an das Unternehmen gebunden. Das Duale Studium in der Oberpfalz startet mit dem Schuljahr 2019/20. Zur Unterzeichnung der Kooperationsverträge hatten sich alle beteiligten Fachstellen in den Räumen Berufsschule eingefunden und wurden von Studiendirektorin Rosina Pimmer, begrüßt. Von Seiten der OTH Amberg-Weiden war die Vizepräsidentin Professor Dr. Christiane Hellbach und von der OTH Regensburg deren Präsident Professor Dr. Wolfgang Baier anwesend. Die Regierung der Oberpfalz war durch leitenden Regierungsschuldirektor Thomas Unger und die IHK Regensburg durch deren Bereichsleiter Ralf Kahl vertreten. Das Berufliche Schulzentrum Oskar-von Miller Schwandorf repräsentierte Oberstudiendirektor Ralf Bormann. Mit ihrer Unterschrift setzten diese fünf Protagonisten die Kooperationsverträge in Kraft.

Ein wichtiger Partner der Berufsschulen ist immer auch der Sachaufwandsträger, der für die Ausstattung der Schulen verantwortlich ist. Landrat Thomas Ebeling freute sich über das Zustandekommen der Zusammenarbeit und hofft auf eine erfolgreiche Zukunft. In launigen Worten stellt Bürgermeister Armin Schärtl die Schulstadt Nabburg vor, die sich zu einem Bildungszentrum der mittleren Oberpfalz entwickelt hat.

Sie alle haben mitgearbeitet, dass die Kooperation zwischen Hochschule, Berufsschule und den Betrieben zustande kam.

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