05.04.2021 - 16:40 Uhr
NabburgOberpfalz

Pfarrei Nabburg feiert das Osterfest

Die Pfarrei St. Johannes der Täufer Nabburg feierte mit einem festlichen Ostergottesdienst vom Dunkel des Karfreitags in das strahlende Licht eines sonnigen Morgens die Auferstehung des Gekreuzigten. Die Feier begann mit der Segnung des Feuers, an dem die Osterkerze entzündet wurde.
von Sepp FerstlProfil

Am Gründonnerstag hätte Pfarrer Hannes Lorenz gerne den Erstkommunionkindern die Füße gewaschen, um ihnen zu zeigen, dass sie durch die Gemeinschaft am Tisch des Herrn in die Freundschaft mit Jesus hineingenommen werden. Aufgrund der geltenden Einschränkung symbolisierten diesen Akt ein großer Steinkrug auf einem wallenden Tuch, das die Fußabdrücke aller Kinder zierte. Das Allerheiligste wurde vom Hauptalter in den Westchor übertragen, der Tabernakel blieb sperrangelweit offen - Zeichen dafür, dass der Gottessohn den Menschen ausgeliefert ist. Viele Gläubige suchten den Ort am Freitag auf.

Zur Karfreitagsliturgie hatten die Ministranten mit den beiden Ratschen an den Kirchentüren eingeladen. Der Wortgottesdienst, in dessen Mittelpunkt die Verkündigung der Johannes-Passion stand, erzählte vom leidenden "Gottesknecht", der am Kreuz den "Schuldschein" der Menschen getilgt hat und dessen Stunde der Verherrlichung am Kreuz angebrochen ist.

Am Ostermorgen in aller Früh, als gerade die Sonne aufging, wie es in den Evangelien heißt, traf die sich Pfarrgemeinde zur festlichen Osternacht. Die Kirche hatte sich über Nacht in einen "blühenden Garten" verwandelt, wovon sich auch die Zuschauer daheim an den Monitoren überzeugen konnten. In seiner Predigt machte Pfarrer Lorenz den Gläubigen Mut, hinauszugehen und ihre "Gräber" zu verlassen, in denen sie sich verschanzen, weil es dort sicher scheint. Menschen, die sehnsüchtig sind, würden Wege finden, um Ziele zu erreichen, die sie nie und nimmer geglaubt hätten. "Wir dürfen nicht leichtsinnig werden. Aber wir müssen tun, was geht, mutig werden voll Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit Jesus und untereinander. Dann wird uns der Auferstandene in unserem Alltag begegnen, in unserem ganz persönlichen Galiläa. Seien wir nicht nur vernünftig, seien wir mutige Christen mit Herz und Verstand", sagte er. Zur Gabenprozession brachten die Ministranten zwei große Körbe mit Ostereiern für die Speisensegnung. Pfarrer Lorenz und Pfarrvikar Pater Alfred verteilten sie nach der Feier an den Ausgängen an alle Gottesdienstbesucher. Blechbläserquintette der Jugendblaskapelle und Ensembles des Kirchenchors trugen dazu bei, die Osternachtsfeier und die Vormittags-Gottesdienste in einer schwierigen Zeit festlich zu gestalten.

 

 

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