Nabburg
19.02.2026 - 11:51 Uhr

Politischer Aschermittwoch: SPD Nabburg rückt Kommunalwahl in den Vordergrund

Der Politische Aschermittwoch der SPD Nabburg zwei Wochen vor der Kommunalwahl stand ganz im Zeichen des Wahlkampfes. Unterstützung erhielten die Genossen von Landratskandidatin Marianne Schieder.

Mit einer sehr engagierten und mit viel Humor gewürzten Rede unterstützte SPD-Landratskandidatin Marianne Schieder (stehend) die Nabburger Stadtratskandidaten ihrer Partei beim Politischen Aschermittwoch. Bild: bnr
Mit einer sehr engagierten und mit viel Humor gewürzten Rede unterstützte SPD-Landratskandidatin Marianne Schieder (stehend) die Nabburger Stadtratskandidaten ihrer Partei beim Politischen Aschermittwoch.

Gut besucht war der Politische Aschermittwoch der SPD Nabburg im Schmidthaus. Bastian Betz steht seit gut einem Jahr an der Spitze des 120 Jahre alten Ortsvereins. Er trug als Einleitung die Weltpolitik in Gedichtform vor und zog als Resümee, dass in der Politik nicht die Größe und das Mandat zählen sollten, sondern die Menschlichkeit. Die Stadtratskandidaten stellten sich und ihre Ziele vor. Die pflegebedürftigen Mitbürger hatte Elisabeth Wilhelm im Auge. Sie forderte für Nabburg eine Ganztagspflege und einen Pflegestützpunkt. Die Versorgung mit ausreichend Trinkwasser waren für Josef Weber und Markus Wolf ein wichtiges Thema. So bemängelte Weber, dass trotz vieler Ankündigungen der Zweckverband zwischen Nabburg, Pfreimd und der Pretzabrucker Gruppe noch immer nicht gegründet worden sei.

Lösungen für viele Themen gefordert

Ausreichender und bezahlbarer Wohnraum, bessere Nutzung von Leerständen und der Erhalt einer lebenswerten Stadt waren für Annika Weber, Maria Magdalena Thimet und Michael Riß die Themen, die einer Lösung bedürfen. Die ausreichende Finanzierung der Vereine war das Anliegen von Peter Haas. Das Einstellen von Tonart, einem Aushängeschild von Nabburg, war für ihn ein großer Fehler. Für die Vereine sei eine wichtige Einnahmequelle weggebrochen.

Armin Schärtl sieht mit der Umsetzung der Rahmenplantrasse zur Beseitigung des Bahnüberganges ein sehr großes Entwicklungspotential für die Südstadt. Die dadurch entstehenden freien Flächen böten viele Möglichkeiten der Nutzung. Für die Tunnellösung sah er keine Chance. Die jetzige Eingabe an den Bundestag bezeichnete er als "reines Wahlkampfmanöver der CSU". Das Planfeststellungsverfahren für die Rahmenplantrasse sei soweit fortgeschritten, "dass eine Abkehr von der Planung höchst unwahrscheinlich ist“, zeigte er sich überzeugt. Außerdem sei nicht der Bund, sondern der Freistaat zuständig, pflichtete ihm Landratskandidatin Marianne Schieder bei, die als Hauptrednerin der Veranstaltung den Landkreis unter die Lupe nahm.

"Mensch in Mittelpunkt"

„Gerade in der heutigen Zeit muss das Bekenntnis zur Demokratie im Mittelpunkt stehen“, nannte sie den Kernpunkt ihrer politischen Arbeit. „Der Mensch gehört in den Mittelpunkt der Politik“, bezeichnete sie als Credo sozialpolitischer Arbeit. „Der Landkreis Schwandorf wurde über viele Jahre geprägt von der SPD und hat sich in dieser Zeit bestens entwickelt“, fuhr Schieder fort. An diesen Erfolg wolle sie durch ihre Kandidatur wieder anknüpfen. Die Veränderungen, die dazu notwendig sind, reichen ihren Worten nach vom ÖPNV über die Sorge für ein gutes Leben im Alter bis zur bürgernahen Verwaltung. Für ihre pointierten und oft auch hintergründigen Aussagen bekam Schieder großen Beifall von den Zuhörern. Musikalisch begleiteten SPD-Fraktionssprecher Josef Weber und seine Musikanten den Politischen Aschermittwoch.

 
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