19.10.2020 - 15:50 Uhr
NabburgOberpfalz

Prädikat für Naturparadiese im Landkreis Schwandorf

Das Schild „Bayern blüht – Naturgarten“ ziert mittlerweile die Gartentüre von 15 Besitzern dieser Naturparadiese im Landkreis. Die dazugehörige Urkunde überreicht der Landrat.

14 Gartenbesitzer aus dem gesamten Landkreis wurden mit Urkunde und Plakette für ihren zertifizierten Naturgarten ausgezeichnet. Landrat Thomas Ebeling und Kreisfachberater Wolfgang Grosser überreichten im Freilandmuseum den verdienten Lohn an die erfolgreichen Gartengestalter.
von Richard BraunProfil

Der erste Garten mit dem Zertifikat „Bayern blüht – Naturgarten“ wurde bereits im August dieses Jahres prämiert. Seit Sonntag dürfen sich nun weitere 14 Gartenbesitzer aus dem gesamten Landkreis Schwandorf mit einem solchen Prädikat schmücken. Der Kirchweihmarkt im Oberpfälzer Freilandmuseum bildete den passenden Rahmen für die Übergabe der Urkunden und Plaketten, zählt doch das Freilandmuseum ebenfalls zu den ausgezeichneten Gartengestaltern.

Strenge Maßstäbe

In seiner Funktion als Kreisverbandsvorsitzender ließ es sich Landrat Thomas Ebeling nicht nehmen, den 14 Gartenbesitzern zu gratulieren und die Auszeichnung persönlich zu übergeben. Die Zertifizierung der Naturgärten unterliegt strengen Maßstäben und wird von „qualifizierten Gartenzertifizierern“ durchgeführt. Die Zertifizierung baut auf vier Kernkriterien auf: Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, Verzicht auf chemisch-synthetischen Dünger, kein Einsatz von torfhaltigen Substraten, hohe ökologische Vielfalt. Erst wenn diese Kernkriterien erfüllt und eine Reihe weiterer Punkte beachtet worden sind, ist eine Zertifizierung erfolgversprechend.

Familie Fischer als Vorreiter

Schwarzenfeld

Ein Fachmann auf diesem Gebiet ist Kreisfachberater Wolfgang Grosser, der der Kommision angehört und zusammen mit Landrat Thomas Ebeling die Prämierung vornahm. Der Landrat ging kurz auf die Bedeutung der Naturgärten ein. Er ist in besonderer Weise Lebensraum und Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Der Erhalt und die Förderung der heimischen Tierwelt sind gerade heute, in Zeiten des Artensterbens, von unschätzbarer Bedeutung. „Wir alle sind Teil einer natürlichen Ordnung und eines Gleichgewichts, das sich nur im Miteinander einstellen kann“, unterstrich der Landrat den weiteren Sinn der Naturgärten. Hier gibt es reichlich Platz zum Sitzen und Genießen, zum Träumen und Entspannen – die Seele baumeln lassen.

Mitarbeiter mit grünem Daumen

Als Leiter des Freilandmuseums Oberpfalz brachte Tobias Hammerl seine Freude drüber zum Ausdruck, dass auch seine Museumsanlage die strengen Kriterien erfüllt hat und zu den Prämierten gehört. Dies sei der Lohn für den „grünen Daumen“, den die Mitarbeiter besitzen und auch anwenden.

Hintergrund:

Geehrte Gartenbesitzer

Mit Urkunde und der Plakette „Bayern blüht – Naturgarten“ wurden ausgezeichnet: Sonja Straub und Helmut Bösl (Nabburg); Theresia und Hubert Bauer (Pirkhof); Birgit und Franz Schießl (Wackersdorf); Eva Spießl-Mayr und Martin Mayr (Neukirchen-Balbini); Familie Maunz (Saltendorf); Heike und Klaudia Hiebenthal (Gaisthal); Familie Illenseher (Teublitz); Maria und Rudolf Münz (Teublitz); Ernestine und Jürgen Namislo (Teublitz); Ingrid Schindler (Forsting); Andrea und Sepp Fischer (Schwarzenfeld); Familie Bäuml (Kreith); Anette und Erich Weibhauser (Altenschwand); Tobias Hammerl (Freilandmuseum Oberpfalz).

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