Im weiteren Verlauf der Stadtratssitzung ging es um die Neugestaltung des Gebäudes "Obertor 6". Hier lag ein Antrag für das kommunale Förderprogramm vor. Wie Bürgermeister Armin Schärtl ausführte, hat Stadtplaner Hartmut Schließer eine Stellungnahme abgegeben. Einstimmig sprach sich das Gremium für einen Zuschuss in Höhe von 3200 Euro aus.
Parallel zur Nachfrage von Stadtrat Josef Weber in der Oktober-Sitzung, hatte die Verwaltung bereits Angebote für zwei Geschwindigkeits-Anzeigetafeln mit Smiley (Radar-Display) eingeholt. Mit einer Gegenstimme (Helmut Ertl) wurde der Ankauf von zwei Tafel für 4676 Euro genehmigt. "Es handelt sich um temporäre Geräte mit Datenspeicherung, um die Standorte auszumachen, an denen besonders schnell gefahren wird", betonte Schärtl. Weiterhin lag ein Antrag von der Telekom für die Verlegung eines Kundenanschlusses für die Photovoltaik-Anlage der Bürgerenergiegesellschaft (Bemo) östlich der Autobahn vor. Dies sollte über einen neuen Leitungsweg, oberirdisch aus Richtung Neusath, erfolgen. Nachdem Bürgermeister Armin Schärtl Vorsitzender der Bemo ist, übergab er den Punkt an Zweiten Bürgermeister Kurt Koppmann. Verwaltungsfachwirt Thomas Prey informierte, dass eine Oberleitung bis zum Trafo-Gebäude angedacht sei, mit Masten am Straßenrand. Nachdem die Straßensanierung bald anstehe, hätte dies zur Folge, dass die Stadt nach neuesten Vorschriften jeden Masten mit einer Leitplanke absichern müsse. "Da kämen Kosten im fünfstelligen Bereich auf uns zu", stellte Prey fest. Dem Vorschlag der Verwaltung, den Antrag abzulehnen, wurde mit einer Enthaltung entsprochen. Es werde aber noch geprüft, ob eventuell ein Leer-Rohr bis zur Querung genutzt werden kann.
Undichtes Dach
Die Lebenshilfe Schwandorf kann sich über einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro freuen. Derzeit werden im Bereich Nabburg zwölf Familien mit behinderten oder dementen Personen im "familienfreundlichen Dienst" betreut. Für die musikalische Jugendausbildung im Jahr 2017 erhält die Jugendblaskapelle Nabburg einen Zuschuss von 1776 Euro (2,75 Euro je Mitglied unter 16 Jahren). Auch die Kgl. priv. Feuerschützengesellschaft Nabburg kann sich freuen. Der Verein möchte das undichte Dach des Schützenheimes im Bereich der Schießanlagen erneuern, was rund 28 338 Euro kosten wird. Die Stadträte sprachen sich dafür aus, im Haushalt 2019 einen Ansatz von 3000 Euro einzuplanen. Wie Schärtl ausführte, werden laut Sportstättenförderung zehn Prozent der tatsächlichen Investitionskosten übernommen; jedoch höchstens 3000 Euro. Auch der Wintersportverein Nabburg erhält eine Zuwendung. Wie Thomas Prey bekanntgab, wurde heuer die Skihütte innen und außen renoviert. Für Malerarbeiten fielen dabei 3895 Euro an, woran sich die Stadt mit 389 Euro (Auszahlung in 2019) beteiligen wird.
Beim Punkt Wünsche und Anfragen führte der neue CSU-Stadtrat Helmut Kummert an, dass der Bahnübergang bei der Ledermühle manchmal lange geschlossen bleibt, obwohl der Übergang vorne an der Naab-Brücke offen ist. Dies sollte die Stadt der Deutschen Bahn in einem Schreiben mitteilen. "Der Stellwärter vergisst die Öffnung", erklärte sich Schärtl den Vorgang. Ein Gespräch sei deshalb besser als ein Brief. "Die Sperrung des Bahnübergangs vom 26. bis 31. Oktober haben wir gut überstanden", erinnerte Peter Hofmann an die "Teilung der Stadt". Allerdings monierte er fehlende Absprachen. Die Absperrung sei früher als geplant aufgehoben worden, obwohl gleichzeitig auf der Mitte der Bahnschranke eine neue Baustelle angefangen worden sei. "Wir haben keinen Einfluss auf das Staatliche Bauamt", betonte Bürgermeister Schärtl. Im übrigen seien hier nur Fugen ausgekratzt und Bordsteine ausgewechselt worden.
Josef Fischer sprach noch die Wasserversorgung an: "Durch den sehr heißen Sommer und trockenen Herbst sind die Pegelstände in unseren Brunnen so niedrig wie noch nie." Er wolle deshalb wissen, wie weit das neue Wassergebiet Asbach sei und wann der Leitungsbau nach Nabburg beginnt. "Dazu können wir noch keine Angaben machen", erklärte der Bürgermeister. Die Trasse müsse erst gesichert werden und dazu warte die Stadt noch auf den Wasserrechtsbescheid. Laut Auskunft der Unteren Wasserrechtsbehörde soll dieser bis Ende 2018 vorliegen. "Es ist ein Mammutprojekt", betonte Schärtl noch. Die Trassenplanung müsse zusammen mit der Stadt Pfreimd optimiert werden, und auch Gespräche mit privaten Grundstückseigentümern seien zu führen.
Ferienbetreuung aufbauen
Zu Beginn der Sitzung hatte der Bürgermeister über einen Antrag des Elternbeirats von Grund- und Mittelschule sowie der beiden Kindergärten informiert, worin der Aufbau einer Ferienbetreuung für Schüler und Vorschulkinder angeregt wird. "Eine Besprechung mit möglichen Trägern steht in Kürze an, anschließend wird der Punkt noch heuer zur Beschlussfassung im Stadtrat vorgelegt", sagte Schärtl und ergänzte: "Wir haben nichts verschleppt. Ein erneutes Schreiben hätte es nicht gebraucht." Dies sah Karl Beer anders: "Das macht schon Sinn." Schließlich sei der Antrag schon im Juni eingegangen und außerdem würden die Eltern ihren Jahresurlaub bereits im November/Dezember planen. Und Hans-Georg Dobler ergänzte: "Auf Schreiben von Bürgern sollte eine Antwort gegeben werden. Das ist normales Geschäftsgebaren."













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