17.11.2019 - 20:52 Uhr
NabburgOberpfalz

Schabernack in der Spitalkirche

"Schabernack", das bezeichnet im üblichen Sprachgebrauch einen übermütigen Streich. Bei "Sepp Schabernack" alias Josef Fischer steht der Künstlername für atemberaubende Akrobatik. Alle Auftritte in Nabburg sind ausverkauft.

von Redaktion ONETZProfil

Sepp Fischer vereint Akrobatik mit witziger Comedy, fantastischer Jonglage und kerniger Mundartmusik. Das Motto seines Soloprogramms "Weniger ist mehr" zieht sich wie ein roter Faden durch seine Show. Sepp Schabernack sorgt für eine bunte Auszeit im grauen November. Er hat sich einiges einfallen lassen, um sein gut 90-minütiges Programm zu füllen. Getreu seinem Motto erklärt er zu Beginn, dass ein einziger kleiner Ball große Faszination bewirken kann. Das Multitalent verzichtet bewusst auf viel Equipment, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Auch der Aufführungsort ist etwas ganz Besonderes für den Künstler, der bereits auf 27 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken kann. "In die Spitalkirche St. Marien als Spielort habe ich mich vor zwei Jahren schon verliebt," schmunzelt er.

Dreimal ausverkauft

Die Sitzplätze in der fein herausgeputzten kleinen Kirche waren im Nu restlos gefüllt. Mehr als 90 Besucher pro Veranstaltung finden Platz für einen kurzweiligen Abend. Auf Keyboard und Trompete umrahmen die Brüder Dominik und André Pflaum aus Pfreimd gekonnt Tricks, Comedyeinlagen, Artistik und Jonglage mit passenden Jingles und Songs.

Die Besucher kommen bei der flotten Abfolge der vielfältigen Jonglierdarbietungen fast selbst ins Schwitzen. Scheinbar mühelos wirbelt der Künstler Bälle, Keulen und Teller durch die Luft. Die Kinder im Publikum sind nun an der Reihe: "Ruft mir mal einen coolen Zauberspruch zu" bat Sepp Schabernack. "Abrakadabra": An einem langen Zauberstab lässt der Künstler seinen großen Sonnenball rotierend in die Höhe, hinauf bis an die Gewölbedecke der Kirche, steigen. Begeistertes Raunen, kräftiger Applaus. Für alle wissbegierigen Gäste gibt es einen exklusiven Einblick in die verschiedenen Jonglagetechniken. Bei einem Trick jongliert Fischer kunstvoll die Bälle in der Luft punktgenau, um einen "Vier-Zylinder-Takt" im Motor nachzuahmen. Das Publikum staunt nicht schlecht, scheint es ja fast so, als wären die Bälle an Schnüren aufgehängt, so exakt stoppen diese in der Luft. Ein "Schmunzeln" zaubert der gebürtige Oberpfälzer dann auf das Gesicht seiner Besucher mit eigens komponierten Gesangsstücken wie "Gel" und "Kartenspiel".

Finale mit den Söhnen

Nun ist Peter aus dem Publikum an der Reihe: Er baut nach Schabernacks Anleitung mit ihm ein Kartenhaus aus Holzkartenplatten. Nach Bauende erklimmt Sepp Schabernack waghalsig das dreistöckige Meisterwerk der Baukunst und jongliert mit Eisenschwertern.

"Alphornblasen Part II in the church" ist das nächste Kunststück betitelt. Sepp Fischer balanciert sein meterlanges, schweres Alphorn kopfüber und spielt vergnügt einige Töne. Die Besucher trauen ihren Augen kaum: Wie ist das nur möglich? Für seine fantastische Darbietung auf dem Einrad bedient sich Schabernack abermals zweier Gehilfen aus dem Publikum.

Zum großen Finale der Show kommen die Söhne des Künstlers, Hannes (14) und Felix (16) auf die Bühne, um gemeinsam mit ihrem Vater in völliger Dunkelheit bunt leuchtende Jonglierkeulen und -bälle kunstvoll durch die Luft zu wirbeln. Sepp Schabernack möchte "erwachsene Besucher und Kinder gleichermaßen begeistern". Es gelingt ihm.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.