01.06.2021 - 09:44 Uhr
NabburgOberpfalz

Schafe für einen Tag in der Hauptrolle des Freilandmuseums

"Tut das dem Tier weh?", haben Kinder den Fachmann gefragt. Der konnte beruhigen: Die durch ihn ihrer dicken Wolle entledigten Schafe ließen das Scheren grossteils sehr entspannt über sich ergehen und trabten danach fröhlich über die Weide.
von Autor HOUProfil

Es passte alles wunderbar zusammen: Der erste warme Frühsommertag, die Natur in voller Blüte und ein Gelände des Oberpfälzer Freilandmuseums in Neusath, das die vielen Besucher aus ganz Ostbayern so aufnehmen konnte, dass kein Gedränge entstand. Die Schafskälte ist zwar vorbei, doch genau solche Tiere, die diesem Begriff seinen Namen gaben, standen in Mittelpunkt, als das Freilandmuseum am Wochenende öffnete. Da herrschte Andrang, wurde zu einer Wanderung aufgebrochen, die man mit Blick auf Corona und des bis dahin miesen Frühlingswetters schmerzlich vermisst hatte.

Kühe standen auf der Weide, Hühner gackerten, Gänsegeschnatter war weithin hörbar, Pferde grasten und Schweine lagen grunzend in der Sonne. Lebende Protagonisten des Freilandmuseums, die allerdings diesmal keine Hauptrollen spielten. Sie kamen den auf dem riesigen Gelände gehaltenen Schafen zu. Vierbeiner aus verschiedenen Rassen, allesamt mit dicker Wolle versehen, die über den Winter hinweg gewachsen war.

Fachleute waren da. Der eine mit seinem Elektrogerät, der andere mit einer Handschere. Von ihnen wurden die Schafe geschoren, wobei das viele der Museumsgäste erstmals sahen. Routinierte Männer, die dicke Wollpelze von den Körpern lösten. "Tut das weh?", wollten Kinder wissen. Die Experten konnten beruhigen und auch optisch vermittelte sich der Eindruck, dass die Vierbeiner bei der Prozedur keinerlei Schaden nahmen. Im Gegenteil: An ihnen wurde eine Wohltat vollzogen. Danach trabten die Schafe über angrenzende Weiden, während sich auf dem Schurplatz riesige Wollberge stapelten. Etwas davon mitzunehmen, war gestattet.

 

 

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