07.01.2019 - 15:13 Uhr
NabburgOberpfalz

Schnelle Hilfe zu Hauptverkehrszeiten auf der Autobahn

Der THW-Bereitschaftsdienst bringt auf der A 93 und A 6 insgesamt 87 Einsätze in einem Jahr. Die Helfer wissen: Probleme durch Gaffer nehmen zu.

Wenns gekracht hat, ist das THW zur Stelle, um die Unfallstelle abzusichern und die Fahrbahn zu reinigen.
von Externer BeitragProfil

"Die Autobahn und der damit verbundene Bereitschaftsdienst zählt zu den Einsatzschwerpunkten des Technischen Hilfswerkes in Nabburg." Diese Aussage traf der für diesen Dienst zuständige Leiter des THW-Ortsverbandes Nabburg, Manfred Raab, bei der Vorstellung der imposanten Leistungsbilanz 2018. Sie sind echte Nothelfer auf der Autobahn, und der angebotene Service ist nahezu einmalig: Der wöchentliche Bereitschaftsdienst durch die THW-Helfer an den Freitagen auf den Autobahnen A 93 und A 6 ist längst unentbehrlich geworden. Er genießt insbesondere bei den Polizeidienststellen, der Verkehrspolizei Amberg und der Autobahnpolizei Schwandorf, ein hohes Ansehen. Aber auch die Verkehrsteilnehmer finden durchwegs positive Worte für die angebotene Hilfe.

Jeden Freitagnachmittag stehen die "blauen Engel", wie sie schon oftmals bezeichnet wurden, an der A 93 zwischen Ponholz und Luhe und an der A 6 zwischen Amberg/Ost und Leuchtenberg parat, um schnelle Hilfe leisten zu können. Die kleinste Panne, Unachtsamkeit oder geringfügiger Auffahrunfall reicht meistens aus, um ein Verkehrschaos auszulösen oder die Verkehrsteilnehmer in brenzlige Situationen zu bringen. Die Folgen sind oft Folgeunfälle, weil der Verkehr abrupt stoppt und in der Konsequenz kilometerlange Staus und die völlige Überlastung der Umleitungs- oder Ausweichstrecken. Jetzt beginnt die nicht ungefährliche Arbeit der THW-Männer, die mit ihrem entwickelten Fachwissen und ihrer speziellen Ausrüstung für schnelle technische Hilfeleistung die Arbeit der Autobahnpolizei vor Ort unterstützen. Dies geschieht mit einem für die Belange der Autobahn ausgestatteten Einsatzfahrzeug und einer Mindestbesatzung von fünf Helfern. Mit Blick auf 2018 teilte Raab mit, dass man insgesamt 2260 Stunden auf der Autobahn verbrachte, um Hilfe zu leisten. Bei 87 Einsätzen war man durch den direkten Standort an den Autobahnen schnell zur Stelle. Unfälle, Pannen oder Stauabsicherungen waren zu bewältigen. Die aktivsten Helfer waren neben dem Einsatzleiter selbst Christopher Vogt, Fabian Raab, Michael Kristel, Clemens Gebhardt und Matthias Werner, welche jeweils über 200 Stunden erreichten. Blickt man in die Statistik konnte man gegenüber dem Vorjahr eine nicht unerhebliche Steigerung bei den Einsatzzahlen und den Helferstunden feststellen.

Auffallend ist lau Raab, dass die Bildung der wichtigen Rettungsgasse durch die Publikationen in den Medien immer besser funktioniert. Den Verkehrsteilnehmern wird immer klarer, dass die Gassen Leben retten können. Zum Thema "Gaffer" äußerte sich Manfred Raab ebenso und teilte mit, dass es ein echtes Problem geworden ist, weil man versucht "hollywoodreife Bild- und Filmaufnahmen" für die sozialen Netzwerke zu machen. Gerade auf Autobahnen sorgten Gaffer durch langsames Vorbeifahren oder abruptes Bremsen für riskante Situationen und gefährden dabei andere Verkehrsteilnehmer und die Hilfskräfte.

Für heuer kündigte das THW die Fortführung des wöchentlichen Autobahndienstes an, welches dann mit einem kleinen Jubiläum verbunden ist. 25 Jahre wird dann der Bereitschaftsdienst durch die Nabburger THW-ler bereits erledigt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.