Die Schüler der 5. Klasse der Landgraf-Ulrich-Schule in Pfreimd und die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nabburg betreuen gemeinsam den Schulgarten im Oberpfälzer Freilandmuseum. Umweltbildung ist heute wichtiger den je. Oft fehlt die Sensibilität oder einfach das nötige Wissen, um bestimmte Zusammenhänge in der Natur begreifen zu können. Genau dieses Defizit will das Gartenprojekt beseitigen. Wie so vieles, drohte auch dieses vorbildliche Projekt an der Bürokratie zu scheitern. Die "Umweltbildung Bayern", die bisher die finanzielle Ausstattung übernommen hatte, ist für die Weiterführung nicht mehr zuständig, weil dort nur innovative Projekte gefördert werden. Es lag aber im Interesse aller Beteiligten, diese Projekt nicht untergehen zu lassen. In dieser misslichen Lage waren der Museumsverein und der Raiffeisenförderverein die Retter in der Not. Dank ihrer Unterstützung konnte das Projekt weitergeführt werden. Zum Projekttag waren nun alle Förderer eingeladen. Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer und stellte nicht ohne Stolz ihr Team vor, das großartige Arbeit geleistet hat. Ein besonderer Glücksfall für das gesamte Projekt ist die Leiterin Bettina Kraus. Wer kann schon auf eine Gärtnerin verweisen, die bayerische Geschichte studiert hat? Dazu kommen noch Johanna Baumann, eine versierte Ökotrophologin, Annegret Hottner von der „Arche Noah“ und Anna Schmittner, eine erfahrene Hauswirtschafterin.
Für die Förderschule Nabburg war der Einbau praktischer Teile besonders wichtig. Schulleiter Oliver Vogel freute sich ganz besonders, dass die Maria-Schwägerl-Schule in Neusath einen Lernort gefunden hat, der dafür sehr günstige Rahmenbedingungen bietet. „Als Schule mit dem Schulprofil Inklusion sind wir fortwährend auf der Suche nach Partnern, mit denen gemeinsames Lernen und Schulleben im Sinne einer inklusiven Beschulung Realität werden kann“, so der Schulleiter. In Neusath hat die Schule dies alles gefunden.
Jetzt waren die Schüler an der Reihe, die „Garten-Werkstatt“ vorzustellen. Anhand von Plakaten konnten die Schwerpunkte leicht erkannt werden. Von der Samengewinnung über die Saat, Pflege und Ernte reichte das Spektrum. Auch das Thema Ernährung kam zum Tragen. Nach der Ernte wurden die Früchte verkocht, getrocknet, eingekocht und es wurde gezeigt, wie Nahrungsmittel haltbar gemacht und am besten gelagert werden. Aber auch handwerklich wurde den Schülern einiges abverlangt. Sie lernten einen Weg mit Feldsteinen zu pflastern, ein Frühbeet zu bauen, Weidenzaunelemente zu flechten und einen Komposthaufen anzulegen. Um auch die Pflanzen wieder zu erkennen, standen überall beschriftete Schilder. Weitere Schwerpunkte bildeten die Kartoffel und die verschiedenen Getreidesorten. Zu Schluss durfte noch jeder Schüler erzählen, was ihm besonders gefallen hat oder auch nicht so sehr.
Für die Gäste aus der Schulleitung war dies eine „Sondervorstellung“, wie Unterricht richtig Spaß macht und trotzdem viel gelernt wird. „Ihr habt jetzt Sachen gelernt, die andere Kinder nicht können und habt auch noch gelernt, dass körperliche Arbeit auch Freunde machen kann“, fasste Bürgermeister Armin Schärtl das Ergebnis des Projekttages zusammen. Als Vorsitzender des Museumsvereins sagte er auch weiterhin die Unterstützung des Projektes zu. Als weiterer Förderer bliebt auch der Raiffeisenförderverein bei der Stange. Dessen Vorstandssprecher Bernhard Werner überreichte einen Scheck über 1000 Euro an die Schulleiter Siegfried Seeliger und Oliver Vogel.

















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