31.07.2018 - 17:10 Uhr
NabburgOberpfalz

Nach schwerem Unfall: Kilometerlanger Stau auf A93 [Video]

Wieder kommt es auf der Autobahn zu einem schweren Lkw-Unfall: Mehrere Personen werden bei einem Zusammenstoß am Dienstagvormittag zwischen Schwarzenfeld und Nabburg schwer verletzt. Darunter sind auch zwei Kinder.

Unfall auf der A93.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Am Dienstagvormittag gegen 7.25 Uhr geriet ein Sattelzug auf der Autobahn zwischen Schwarzenfeld und Nabburg in Fahrtrichtung Hof so ins Schlingern, dass der Auflieger umstürzte und die Fahrbahn blockierte. Ein mit drei Personen besetzter Toyota kollidierte mit dem Anhänger. Vier Personen wurden schwer Verletzt. Bei den Verletzten Personen handelt es sich zum einen und den Fahrer des Sattelzuges mit tschechischer Zulassung sowie die Insassen des Toyotas im Alter von 6, 12 und 61 Jahren aus Niederbayern. Für den Transport der Verletzten waren auch zwei Rettungshubschrauber eingesetzt. Durch den Unfall waren die Fahrspuren in Richtung Norden vollständig blockiert, wodurch sich sehr schnell lange Stauungen bildeten. Eine örtliche Umleitung wurde eingerichtet.

Schwerer Unfall auf der A93

Der Fahrer eines nachfolgenden Toyota aus dem Landkreis Landshut konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und krachte frontal gegen den havarierten Lastwagen. Der Fahrer des Lkw sowie die drei Insassen im Auto – ein 61-Jähriger und seine zwei Kinder im Alter von sechs und zwölf Jahren – wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Während die beiden Erwachsenen zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gefahren wurden, mussten die zwei Kinder nach Angaben von Christian Jobst von der Integrierten Leitstelle in Amberg mit Rettungshubschraubern in die Uniklinik nach Regensburg geflogen werden. Wie die Polizei mitteilt, waren ihre Verletzungen nach einer ersten medizinischen Einschätzung schwer, aber nicht lebensbedrohlich.

Im Einsatz waren laut Christian Jobst insgesamt rund 50 Feuerwehrkräfte der Wehren aus Schwarzenfeld und Wackersdorf. Sie hatten aufgrund ihrer Lage direkt an der Autobahn die kürzeste Anfahrt zum Unglücksort. Dazu kamen noch etwa weitere 50 Helfer aus den Reihen der Rettungsdienste. Im Einsatz waren auch sieben Mitglieder der Betreuungseinheit des Johanniter-Ortsverbandes Schwandorf. Sie versorgten die in der sengenden Hitze im Stau stehenden Menschen mit kalten Getränken. „Wir haben knapp 450 Flaschen ausgegeben“, schildert Ortsbeauftragte Andrea Scherübl in einem Telefonat mit Oberpfalz-Medien.

Wegen des Unfalls kam es binnen kurzer Zeit zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Schnell staute sich der Verkehr kilometerlang zurück. Auch die Umleitungsstrecken rund um Schwarzenfeld waren schnell überlastet. Um das Verkehrschaos zu entwirren, durften die betroffenen Fahrzeuge auf Anweisung der polizeilichen Einsatzkräfte der Autobahnpolizeistation Schwandorf entgegen der Fahrtrichtung von der Autobahn abfahren.

Die Autobahn war aufgrund des Unfalls bis in die Mittagszeit in Richtung Norden komplett gesperrt. Der umgestürzte Sattelanhänger war mit Gerüstteilen beladen, die umgeladen werden mussten. Erst gegen die Mittagszeit konnte der Verkehr zumindest einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. An den beteiligten Fahrzeugen entstand nach Polizeiangaben ein Schaden in Höhe von 160 000 Euro.


Unfall auf der A93 bei Diendorf.

Unfall auf der A93.

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