09.09.2019 - 15:04 Uhr
NabburgOberpfalz

Sieben Meter am Busbahnhof Nabburg bleiben unsicher

Vor vier Jahren haben Bürgermeister Armin Schärtl und Vertreter aus Politik und Schule den Busbahnhof des Schulzentrums in Nabburg eingeweiht. Alle Probleme der Verkehrssicherheit waren da aber nicht beseitigt. Das soll jetzt geschehen.

Ein neuer Schotterweg bringt die Kinder direkt von der Siedlung (Dr.-Simbeck-Straße und Umgebung) zum Busbahnhof. Der Straßenübergang bleibt aber unsicher, erklären der Zweite Bürgermeister (links) Kurt Koppmann und Bürgermeister Armin Schärtl.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Mit dem neuen Busbahnhof, der Ende 2015 unterhalb des Schulzentrums in Betrieb genommen wurde, lösten Stadt und Landkreis ein jahrelanges Problem: Die zahlreichen Schulbusse hatten dort kaum Wendemöglichkeiten. Hinzu kamen Eltern mit ihren Pkw und Schüler, die zu Fuß Richtung Schule gingen, erinnert sich der Zweite Bürgermeister Kurt Koppmann. Die zentrale Haltestelle mit Platz für acht Busse hat die nötige Abhilfe geschaffen. Bald tat sich aber ein neues Problem auf.

Kinder müssen über Kreisstraße

Die etwa 20 bis 30 Kinder der Siedlung Dr.-Simbeck-Straße/ Pfandelstraße mussten bisher auf ihrem Weg zum Busbahnhof entlang der Kreisstraße gehen. Weder ein Fußgängerweg- noch ein Streifen sind vorhanden. Derzeit sei das Aufkommen der Kinder, die auf einen Bus angewiesen sind besonders hoch, da die Grundschule wegen Renovierungsarbeiten nach Diendorf verlegt wurde. "Außerdem steigen hier Kinder zu, die auf Schulen außerhalb von Nabburg gehen", erklärt Bürgermeister Armin Schärtl. Während dieser im Krankenstand war, veranlasste sein Stellvertreter, dass ein Weg direkt von der Siedlung zum Busbahnhof errichtet wird. Ehemals war dort Gestrüpp. Vier Tage und 3000 Euro später führt ein Schotterweg den Berg hinunter.

Ideal, sollte man meinen. Es bleibt aber der Straßenübergang. "Das sind vielleicht sieben Meter, die müssen wir jetzt auch noch sicher machen", sagt Koppmann. An dieser Stelle ist die Kreisstraße nach Kemnath am Buchberg kurvig und unübersichtlich. Fahrzeuge dürfen immerhin 60 Kilometer pro Stunde fahren. Ein Zebrastreifen sei an dieser Stelle unübersichtlich, da sich die Stelle außerorts befindet, erklären die Bürgermeister.

Hier treffen der Busbahnhof (links) und die neue Verbindung mit der Siedlung aufeinander. Es trennt sie die Kreisstraße, auf der 60 Kilometer pro Stunde gefahren werden darf.

Eltern sind gefragt

Die einzige Möglichkeit sehen sie in der Eigeninitiative: "Eine Lösung wären Elternlotsen, welche die Kinder sicher über die Straße bringen", so Koppmann. Das würde in Diendorf bereits gut klappen. Die Eltern könnten einen Plan erstellen, so dass die Kinder die Straße jeweils morgens und nach Schulschluss nicht alleine überqueren müssen.

Ob sich Eltern freiwillig melden, ist noch unklar. Für den Schulanfang werden Polizisten für die erste Woche ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Schüler haben.

Ein neuer Schotterweg bringt die Kinder direkt von ihrer Siedlung bei der Dr.-Simbeck-Straße zum Busbahnhof. Der Straßenübergang bleibt aber unsicher.

Einweihung des Busbahnhofes 2015

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