Nabburg
18.07.2026 - 13:46 Uhr

Sommerkonzert des Schmeller-Gymnasiums Nabburg bietet heißen Musik-Mix von klassisch bis modern

Auch so kurz vor Ferienbeginn noch hochmotiviert, zeigen sich die Instrumentalisten und Chöre des Schmeller-Gymnasiums Nabburg beim Sommerkonzert in Bestform. Eine schulisch geförderte Leidenschaft für Musik, die hör- und spürbar ist.

Kurz vor Schuljahresende rückt natürlich das Thema „Noten“ besonders in den Fokus – primär als Zeugnis jugendlichen Bildungseifers. Für die Musiker am Schmeller-Gymnasium in Nabburg jedoch zudem in namensgleicher Variante, die der Programmgestaltung des traditionellen Sommerkonzerts dient. Dessen Beliebtheit, gemessen an der hohen Besucherzahl, führte Schulleiterin Anja Wiesner in ihrer Begrüßung vor allem auf die erfreulich große Vielfalt mitwirkender Ensembles zurück – hauptsächlich Dank und unter Leitung der Musiklehrkräfte Stefanie Schreyer, Michaela Lippert und Stefan Schindler.

„In der Auswahl der Stücke spiegeln sich heuer sogar die bei uns unterrichteten Sprachen wider, mit Ausnahme von Italienisch als nicht ganz adäquaten Ersatz für unser Spanisch“, bemerkte sie augenzwinkernd, um sich demnach mit besten Wünschen für einen unterhaltsamen Abend dem Titel des Intros anzuschließen: „Hey, Hello, Bonjour, Guten Tag!“ Bereits mit diesem anspruchsvollen Arrangement von Jörg Sommerfeld, dazu „Get the Jazz“ und „Heavy Stuff“, stimmte die Instrumentalklasse der Unterstufe das Auditorium auf das nachfolgend hohe musikalische Niveau ein.

Tonal prickelnde Erfrischung

Es setzte sich unmittelbar mit Mozarts „Bona Nox“ über Latein hinaus fort, von dem aus die Zuhörer ad hoc per Medley „A Tribute to Queen“ in die Neuzeit katapultiert wurden. Angesichts der gesanglich mitreißenden Perfektion schien die Einladung zum „mit-rocken!“ eher obligatorisch, was die ohnehin schon hochtemperierte Atmosphäre nochmals anheizte. Gut, dass das Kammerorchester zwischendurch für tonal prickelnde Erfrischung sorgte: Zu den herausragenden Solisten zählten Eva-Maria Maunz an der Querflöte beim „Concerto D-Dur für Flöte und Streicher“ und Jannik Gebert, der unter vielen weiteren Instrumental- und Gesangstalenten zudem als Arrangeur von Tschaikowskys „Tanz der kleinen Schwäne“ auftrat.

Ein beschwingtes Hineinschippern in die Pause gelang dem Klarinettenensemble anschließend mit dem bekannten „Banana Boat Song“, wie auch dem Lehrerchor, dessen Mini-Pool optisch und vokal in „Azzurro“ glänzte. Den dazu fehlenden Wellengang nahm zumindest hinsichtlich rhythmischer Bewegungen später der gemischte Chor auf, indem er sein „Dance“ klatschend und steppend verstärkte. Ähnlich taktvoll, doch rein instrumental „begleitete“ das Klarinettenensemble „Ulla in Afrika“, bevor der Kammerchor mit „Monster“ und, ergänzt zum gemischten Chor, einem Medley aus Lennard Bernsteins „West Side Story“ mehr als nur die Bühne zum Beben brachte.

Don't stop me now

Was hätte dieses Tempo besser zum Ausdruck können als „Don´t stop me now!“ von Freddie Mercury. Der krönende Abschluss jedoch gebührte dem Symphonieorchester, das sich mit „Satchmo! – A Tribute to Louis Armstrong!“ nicht nur personell, auch klanglich beeindruckend wie alle Gruppen zuvor mehr als die „Note Eins“ verdiente – allseits bestätigt durch Zugaben und langanhaltenden Applaus.

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