Mit ihrem Lied „Wir baun a Haus für kloine und für grouße Kinder“ machte die Löwengruppe der Kita Storchennest allen Beteiligten am Festakt sehr anschaulich deutlich, um was es geht: Um die Kinder und ihren neuen Kindergarten. Schon bald ist die Zeit gekommen, dass die Kids die Container neben der Grundschule in Diendorf verlassen und das neue Gebäude beziehen können. Doch bis es soweit ist, ziehen noch einige Monate ins Land.
Bürgermeister Frank Zeitler ist zuversichtlich, dass bis zum Mai 2023 die Baumaßnahme abgeschlossen werden kann. Der Neubau des Kinderhauses beruht auf einer Bedarfsberechnung, nach der in der Stadt Nabburg ein dritter Kindergarten mit Krippe notwendig ist, damit die gesetzlichen Vorgaben zur Kinderbetreuung erfüllt werden können.
„Für die Stadt Nabburg ist dies eine riesengroße Herausforderung, aber eine wichtige Investition in die Zukunft“, unterstrich der Bürgermeister die Notwendigkeit für den Neubau. „Um die drei Kindergärten auch zukünftig auslasten zu können, braucht es einen Einwohnerzuwachs. Mit der Erweiterung des Industriegebietes wurde dafür ein weiterer Grundstein gelegt“, wagte das Stadtoberhaupt den Blick in die Zukunft.
Großer Eingangsbereich
Den Planungsauftrag für das neue Haus der Kinder erhielt das Planungsbüro Hrycyk Architekten aus München. Die örtliche Bauleitung liegt in den Händen von Architekt Konrad Kraus. Erste Details konnten der Baubeschreibung des verantwortlicher Planers Sebastian Hrycyk entnommen werden. Das äußere Erscheinungsbild gleicht aneinandergereihter Häuser mit unterschiedlich geneigten Satteldächern. Fassade und Dach gehen dabei monolithisch ineinander über. Eine großzügige Eingangshalle zur Straße hin, soll den Kindern zeigen, dass sie in der Kita Storchennest willkommen sind. Ein architektonischer Leckerbissen sind die Spielhügel als Übergänge aus dem Dachgeschoss in den Freispielbereich.
Die Kita ist als achtgruppiges Kinderhaus konzipiert. Drei Kinderkrippengruppen mit jeweils zwölf Kinder sind im Erdgeschoss untergebracht und fünf Kindergartengruppen mit je 25 Kinder im Obergeschoss. Die räumliche Trennung wird als pädagogisch sinnvoll erachtet. Speisesaal und Küche für beide Bereiche befinden sich im Erdgeschoss und die Personalräume und der Mehrzweckraum im Kopfbau. Insgesamt finden im neuen Kinderhaus 161 Kinder und 24 Erzieher ein neues Zuhause.
Bei der Planung legten die Architekten großen Wert auf eine nachhaltige Bauweise. So sind im Erdgeschoss Holzmassivwände mit Holzbalkendecken vorgesehen. Für das Obergeschoss ist eine Holzständerkonstruktion mit Pfettendach geplant. Eine hinterlüftete, rot eloxierte Aluminium Fassade sorgt für ein gefälliges Äußeres. Bei der Energieversorgung hat sich der Bauherr für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Gastherme zur Spitzenlastabdeckung entschieden. Zusätzlich wird auf der Dachflächen eine PV-Anlage installiert.
Kosten: Acht Millionen Euro
Das ganze Vorhaben hat natürlich seinen Preis. Für die gesamte Baumaßnahme ist eine Investitionssumme von acht Millionen Euro eingeplant. Vier Millionen davon fallen zu Lasten der Stadt Nabburg, die andere Hälfte ist durch staatliche Zuwendungen abgedeckt. Das Kinderhaus Storchennest befindet sich im Besitz der Stadt Nabburg, Der Betrieb der Kindertagesstätte liegt in der Zuständigkeit des BRK-Kreisverbandes Schwandorf. Dieser stellt auch das notwendige Personal.
Die Leitung des Kinderhauses wird weiterhin in den Händen von Andrea Stadler liegen, die bereits seit 2020 die Leitung der Interimslösung im Ortsteil Diendorf inne hat. Wie bereits bisher praktiziert, soll auch im neuen Kinderhaus die Bewegung der Kinder in der Natur ein Schwerpunkt der frühkindlichen Erziehung sein.
Dass die Kita Storchennest damit den richtigen Kurs eingeschlagen hat, durften die Gäste beim Spatenstich hautnah miterleben. In kürzester Zeit hatten die Kinder die aufgeschütteten Erdhügel auf der Baustelle in Beschlag genommen und hatten dabei sichtlich viel Spaß. Das endgültige Konzept für das Kinderhaus will die Leiterin noch offenlassen. Dies soll in Zusammenarbeit aller Beteiligten, die Kinder eingeschlossen, erarbeitet werden. Als familienergänzende Einrichtung will die Kita Storchennest auch künftig den Kindern ein qualifiziertes Bildungs- und Betreuungsangebot zur Verfügung stellen. Mit den Erdarbeiten für den Neubau hat die beauftragte Baufirma Josef Bauer aus Niedermurach bereits begonnen.
„Für die Stadt Nabburg ist dies eine riesengroße Herausforderung, aber eine wichtige Investition in die Zukunft“.

















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.