02.08.2020 - 11:04 Uhr
NabburgOberpfalz

Mit spürbarer Begeisterung an der Kirchenorgel

Der fulminante Tourneeauftakt in der Nabburger Stadtpfarrkirche des "Duo Vimaris" alias Universitätsorganist Wieland Meinhold samt seiner Gattin, der Sopranistin/Flötistin Mirjam Meinhold, sorgt für große Begeisterung.

Als "Duo Vimaris" verzauberten Mirjam und Wieland Meinhold ihre Zuhörer mit fantastischer Barockmusik von G.F. Händel.
von Redaktion ONETZProfil

Der Start der Südbayern-Tournee von "Duo Vimaris" in Nabburg war ganz bewusst gewählt, berichtet Wieland Meinhold. "Sehr oft sind wir hier schon vorbeigefahren, jedes Mal haben wir die wunderbare Stadtsilhouette Nabburgs mit dem mächtigen Johannesdom bewundert. Da war klar, dass wir unbedingt hier unseren Auftakt spielen wollen". Gemeinsam mit Jonathan Brell wurde das Arrangement organisiert und sodann in die Tat umgesetzt.

Bei einer kleinen aber feinen Orgelführung neben dem Spieltisch erläutert der Wahlthüringer vor Beginn des Konzerts den exakten Aufbau und die Klangfarben der Nenninger-Orgel anhand von freien Improvisationen sowie Ausschnitten seiner beiden Kompositionen "orgel-FARBEN-Wege" und "Hommage á Sebastian". Interessierte Besucher lauschten den ausführlichen Erklärungen und konnten den Virtuosen nach Herzenslust befragen. Aufgeschlossen ließ er keine Frage unbeantwortet. Das Nabburger Instrument, eine 40-jährige "Nenninger-Orgel" aus München, hat es dem Ausnahmeorganisten besonders angetan: "Die Orgel hat mir von Beginn an richtig Spaß gemacht, sie ist sehr komfortabel und mit ihren 2 000 Pfeifen wirklich imposant. Eine Orgel ist in ihrer Klangeigenschaft in der Lage, ein gesamtes Orchester zu mimen", schwärmt Meinhold.

"So etwas hat es in Nabburg noch nicht gegeben", spricht ein begeisterter Anhänger von der Interpretation des Berufsorganisten (Weimar) und dessen Frau, der Sopranistin und Flötistin Mirjam Meinhold (Deutsches Nationaltheater Weimar), die klassischen Gesang und Flötenklänge aus der Altblockflöte zum Orgelkonzert "Prunk & Herrlichkeit" Barockmusik von G.F. Händel (1685-1759) beisteuerte. Der Orgel-Virtuose ist seit Anbeginn begeistert von der brillanten und facettenreichen Barockmusik G.F. Händels.

Mit "Hallelujah" in F-DUR (Musica Rara London) begann die Musikzeitreise. Es folgten mit "Sarabande mit zwei Variationen" d-Moll (Peters/Leipzig), dem klangvollen "Sonata a-Moll HWV 362" weitere eindrucksvolle und einprägende Werke. Mit der Arie "Rejoyce greatly" (Peters/Leipzig) aus dem Oratorium "Der Messias" füllte die glockenklare Sopranstimme von Mirjam Meinhold den kompletten Kirchenraum in fantastischer Weise. Anmutig schön und kraftvoll ließen die Ausnahmemusiker das gut einstündige Konzert mit einer opulenten Zugabe enden. Kirchenmusiker Jonathan Brell bedankte sich für diese Art an wertvoller und kostbarer Musik, die vor allem live-gespielt eine besonders hohe Anerkennung und ein großes Lob verdient.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.