04.02.2020 - 11:48 Uhr
NabburgOberpfalz

Stadt braucht einen City-Manager

"Nabburg soll wettbewerbsfähig und attraktiv bleiben", wünscht sich Gisela Westiner. Im Wettkampf um Kaufkraft und Fachkräfte fordert die Nabburger Netzwerk-Vorsitzende eine neue Ausrichtung. Für Ratschläge von außen ist sie dankbar.

Diplom-Kauffrau Christiane Kickum rät den Nabburger Netzwerkern zu enger Zusammenarbeit mit der Stadt.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Christiane Kickum ist Leiterin der Stabstelle "Marketing und Kommunikation" bei der Stadtverwaltung Donauwörth und gleichzeitig geschäftsführende Vorsitzende der "City-Initiative-Donauwörth" (CID) mit 200 Mitgliedern aus Handel und Industrie. Die Diplom-Kauffrau aus der 18 000 Einwohner zählenden schwäbischen Kreisstadt machte bei ihrem Vortrag am Mittwoch im Sitzungssaal des Rathauses deutlich: "Stadtmanagement und Verein müssen eng zusammenarbeiten".

"Diese Voraussetzung wäre in Nabburg gegeben", sagt Netzwerk-Vorsitzende Gisela Westiner. Vorausgesetzt, die Stadt schafft die Stelle eines City-Managers. Die Botschaft von Bürgermeister Armin Schärtl klang an diesem Abend recht vielversprechend. "Wir suchen eine Nachfolgerin für Martina Klose, die im Mai ausscheidet", erklärt der Rathauschef den Mitgliedern des Vereins "Netzwerk Nabburg". Die Ausschreibung für die neue Stelle beinhalte auch das Profil "Marketing und Kommunikation".

"Der City-Manager muss ein Netzwerker sein", gibt Christiane Kickum zu verstehen. Zur Umsetzung der Projekte bedürfe es vieler ehrenamtlicher Helfer. Für die Gesundheits- und Handwerkertage, Flohmärkte und Kulturfeste sowie die Kinder- und Jugendtage in Donauwörth seien jeweils ehrenamtliche Projektleiter verantwortlich. Stadtmarketing dürfe sich allerdings nicht als "eierlegende Wollmilchsau" verstehen und verzetteln, sagt Christiane Kickum. Sie rät dem Netzwerkverein und der Stadt, sich Schwerpunkte zu suchen.

Das war in der Vergangenheit schon der Fall. Die Netzwerk-Mitglieder erinnern an die Imagekampagne, die Leerstandsoffensive, die Gutschein-Aktion und die Erstellung einer Internetplattform für Nabburger Gewerbetreibende und Dienstleister.

Bürgermeister Armin Schärtl unterstützt die konzertierte Aktion von Wirtschaft, Stadt und Netzwerk und nennt als Beispiel für den Beitrag der Stadt den Kauf und den Umbau des ehemaligen Sparkassengebäudes. "Am Ende werden dort 30 Arbeitsplätze entstehen", gibt Schärtl zu verstehen. Ein privater Investor wäre an dieser Stelle mangels Rendite wohl nicht eingestiegen, lautet seine feste Überzeugung.

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