Nabburg
03.08.2023 - 09:05 Uhr
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Stadt Nabburg hilft bei der Renovierung der Pfarrkirche finanziell mit

Auf die katholische Pfarrei in Nabburg kommt eine große Aufgabe zu: Die Renovierung der Pfarrkirche steht an. Dafür sind rund elf Millionen Euro aufzubringen. Der Stadtrat erklärt sich vorab bereit, das Projekt finanziell zu unterstützen.

Mit etwa elf Millionen Euro ist die Renovierung der Nabburger Stadtpfarrkirche veranschlagt. Die Stadt will sich an den Kosten auch beteiligen. Luftbild: Michael Ascherl
Mit etwa elf Millionen Euro ist die Renovierung der Nabburger Stadtpfarrkirche veranschlagt. Die Stadt will sich an den Kosten auch beteiligen.

Die katholische Kirchenverwaltung stellte am 10. Juli einen Antrag, der die geplante Renovierung der Stadtpfarrkirche betrifft. Unterschrieben von Kirchenpfleger Hans Pamler, wünscht man sich: „Der Stadtrat erklärt die Absicht, die geplante Kirchenrenovierung bei Bedarf in den kommenden Jahren entsprechend der Haushaltslage zu bezuschussen.“

Nach Vorgesprächen machte Verwaltungsleiter Thomas Prey in dieser Woche in der Stadtratssitzung einen Vorschlag: Die Stadt Nabburg ist demnach grundsätzlich dazu bereit, die Sanierung der Pfarrkirche St. Johannes monetär zu unterstützen. Über die Höhe und Art der Förderung könne zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch keine Aussage getroffen werden. Sie könne es erst geben, wenn ein konkreter und auf alle Fördergeldgeber abgestimmter Finanzierungsplan vorliegt.

Einstimmige Entscheidung

Unabhängig davon bietet die Stadt der Kirchenverwaltung an, eine Erstfinanzierungsberatung durch die Stadtbau Amberg GmbH über das Städtebauförderprogramm kostenmäßig zu übernehmen. Deren Berater Johann Voith sei seit über 30 Jahren ein ausgewiesener Experte im Förderwesen und habe auch schon sehr große kirchliche Sanierungsmaßnahmen begleitet, so zum Beispiel im Kloster Speinshart oder im Kloster Plankstetten. Bei einer Maßnahme dieser Größenordnung sei eine Koordinierung aller Förderstellen aus städtischer Sicht unerlässlich, da eine Kommune erst nach Vorliegen eines konkreten Finanzierungsplanes über die Höhe und Form von freiwilligen Leistungen entscheiden dürfe. Es gab dazu keine Diskussion. Der Bürgermeister und die 18 anwesenden Stadträte nahmen den Antrag der Kirchenverwaltung einstimmig an.

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um einen Antrag, den Stadträte aus den Fraktionen der SPD, ÜPW und ÖDP im Rathaus eingereicht hatten. Sie wollten eine Grundsatzdebatte über die städtische Förderung der Pfarrkirchensanierung führen. Denn: Die Kirche sei ein bauliches Wahrzeichen der Stadt Nabburg, und ihre Renovierung müsse deshalb finanziell anders behandelt werden als Projekte, die über das städtische Fassadenprogramm bezuschusst werden.

Wunsch schon entsprochen

„Wir sollten keine Grundsatzdebatte mehr führen“, meinte dazu Bürgermeister Frank Zeitler (CSU). Denn im vorherigen Tagesordnungspunkt habe man ja schon alles Wesentliche beschlossen. Er präzisierte: Solange der Stadt keine festen Zahlen und Daten vorliegen, könne sie auch keine konkrete Fördersumme nennen. Die grundsätzliche Absicht, das Vorhaben zu unterstützen, habe man gegenüber der Kirchenverwaltung ja erklärt, und damit ihrem geäußerten Anliegen vollauf Rechnung getragen.

Hierzu entwickelte sich aber trotzdem eine kurze Diskussion, in deren Verlauf ein Teil der Antragsteller dennoch einen Schritt weitergehen und auch bereits über die Höhe der Förderung sprechen wollte. Kein Verständnis konnte dafür CSU-Stadtrat Josef Pürner aufbringen: „Es ist hier in dieser Sitzung keiner da, der die Bedeutung unserer Stadtpfarrkirche geringschätzt“, betonte er. Und dennoch werde nun in der Öffentlichkeit der Eindruck eines Streits über die Bezuschussung der Kirchenrenovierung erweckt. „Unser Beschluss war gerade einstimmig, und damit ist alles gesagt“, unterstrich er. Damit war das Thema in dieser Sitzung beendet.

Reihenfolge unverändert

Bereits zu Beginn der Sitzung hatte SPD-Fraktionssprecher Josef Weber beantragt, die Behandlung der beiden Tagesordnungspunkte (Antrag der Pfarrkirchenstiftung und beantragte Grundsatzdebatte) zu tauschen. Sein Antrag wurde mit 12:6-Stimmen abgelehnt. Somit blieb es bei der Reihenfolge, die der Bürgermeister mit der Sitzungsladung festgelegt hatte.

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