Nabburg
07.10.2022 - 10:15 Uhr
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Stadtrat muss Mehrkosten für Kita-Neubau genehmigen

Die Arbeiten an Kita und Schul-Mensa waren Thema im Nabburger Stadtrat. Bei der Kita sind nun Kosten aufgetaucht, die am Anfang nicht einkalkuliert waren.

In Diendorf wird momentan eine neue Kita gebaut. Dafür musste der Stadtrat nachträglich noch Kosten genehmigen. Bild: wrl
In Diendorf wird momentan eine neue Kita gebaut. Dafür musste der Stadtrat nachträglich noch Kosten genehmigen.

Der Neubau der Kindertagesstätte sowie der Bau einer Mensa für die Offene Ganztagesschule an der Grund- und Mittelschule in Nabburg beschäftigten den Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag. Es galt, mehrere Aufträge für Arbeiten zu vergeben.

Zur vollsten Zufriedenheit der Räte verläuft die Planung gerade der Kindertagesstätte allerdings nicht. Unter anderem für die Elektroarbeiten, die bereits im März für 509.655,62 Euro vergeben wurden, musste das Gremium einen Nachtrag genehmigen.

Feuerwehranlaufpunkt außen

Grund ist ein Feuerwehranlaufpunkt, der nach Begutachtung durch den Brandschutzprüfer und Stellungnahme der Kreisfeuerwehr gefordert wird. Bisher war dieser Punkt im Gebäude vorgesehen, laut Brandschutzprüfer muss er aber im Außenbereich mit Bedienfeldern für die Feuerwehr und einem Feuerwehrschlüsseldepot angebracht werden – die Infrastruktur dafür im Außenbereich kostet dabei deutlich mehr: 18.203,14 Euro muss der Stadtrat nachträglich genehmigen.

ÜPW-Fraktionssprecher Helmut Ertl wunderte sich, ob das nicht vorhersehbar gewesen sei, dass der Anlaufpunkt in dieser Form gefordert werden würde. Dritter Bürgermeister Johann Kleber stimmte zu: "Hat sich da nachträglich noch eine Norm geändert oder nicht?", fragte er sich. Bürgermeister Frank Zeitler sicherte dem Gremium zu, man werde beim Planer noch einmal nachhaken, wie es dazu gekommen ist, dass zunächst nur mit einer unzureichenden Feuerwehranlaufstelle geplant wurde. Das Gremium stimmte dem benötigten Nachtrag zu.

Baubeheizung nötig

Eine ähnliche Diskussion entspann sich dann beim Thema Baubeheizung. Für die Arbeiten an der Kita im Winter wird eine Mindesttemperatur von neun Grad gebraucht, dann muss noch der Estrich aufgeheizt werden. Dafür braucht es eine mobile Heizzentrale. Das wirtschaftlichste Angebot machte hier die Firma Igl aus Pfreimd mit 20.407,91 Euro brutto zuzüglich Brennstoffkosten. "So etwas müsste der Planer wissen", fand SPD-Fraktionssprecher Josef Weber. "Das hätte man problemlos von Anfang an als Bedarfsposten mit einkalkulieren können", sagte auch CSU-Fraktionssprecher Hans-Georg Dobler. Auch hier will die Stadt beim zuständigen Planer nachfragen, warum die Kosten nicht von Anfang an mit eingerechnet wurden. Der Stadtrat vergab den Auftrag an die Firma Igl.

Ohne größere Diskussionen wurden dagegen mehrere Aufträge für den Mensabau an der Grund- und Mittelschule vergeben. Jeweils wirtschaftlichster Anbieter waren für die Sanitärarbeiten die Firma Pucher aus Nabburg (114.968 Euro brutto), für Fassadenelemente aus Kunststoff und Alu die Firma Klaus Jäger aus Eschenbach (19.659,99 Euro brutto), für Fassadenelemente aus Holz und Alu die Firma Fenstertechnik Weinfurtner aus Rieden (33.857,88 Euro brutto) sowie für Leichtmetallelemente die Firma Metallbau Vollmuth aus Sulzbach-Rosenberg (44.907,03 Euro brutto).

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