Das Zehnjährige war für die Mitglieder des "NABburgtheaters" ein triftiger Grund für eine etwas andere Geburtstagsfeier. Was bot sich da besser an als das SchmidtHaus mit seinem besonderen Ambiente? Ist es doch zugleich auch die Heimat der Theaterleute.
Zur Einleitung blätterte die Vorsitzende Cosima Wittenzellner im Vereinsbuch und hielt eine kleine Rückschau auf viele mehr oder minder wichtige Ereignisse. Zuvor erinnerte sie jedoch an die unvergessene Angelika Rüdiger, die als Gründungsmitglied und Kassiererin dem Verein eine wichtige Stütze war. Ihr früher Tod hinterließ eine schmerzliche Lücke. Im Juli 2009 haben sich verschiedene erfahrene Theaterleute zusammengefunden und den Verein "NABburgtheater" aus der Taufe gehoben.
Erfahrung eingebracht
Gerald Igl, der viele Jahre das Woodpop Theater leitete und den Venezianischen Kaufmann mit ins Leben rief, Anita Luft, die in Wernberg und Neunburg erfolgreiche Regiearbeit leistete, Wolfgang Engel, der Begründer der Offenen Bühne im SchmidtHaus und Cosima Wittenzellner, Leiterin der Schulspielgruppe "Spielbetriebe" der Beruflichen Oberschule in Nabburg stellten ihre Erfahrung und Können, das sie in verschiedenen Theatergruppen gewonnen hatten, dem jungen Verein zur Verfügung. Bei der Gründungsversammlung war man sich einig, dass man Neues und Experimentelles wagen wird. "Wir wollen", so Vorsitzende Cosima Wittenzellner, "vor allem Jugendliche ansprechen, aber auch Stücke zeigen, die anspruchsvoll und zugleich unterhaltend sind." Diesen Anspruch haben die Theaterleute in den vergangenen zehn Jahren in 14 Inszenierungen mehr als erfüllt. Nicht nur die Stücke machten den Unterschied aus, auch die Orte, die für die Aufführungen ausgewählt wurden, zeichneten sich durch ihr besonderes Ambiente aus. Zu ihnen zählten der Zehentstadel, die Spitalkirche, die Bühne im Schmidt-Haus oder das Freilandmuseum. Auch die Gaststätte Sorgenfrei in Altendorf oder der Garten eines Vereinsmitglieds waren Orte des Geschehens. Als begeisterter Fan dieses Theaters entpuppte sich Bürgermeister Armin Schärtl, der alle Stücke gesehen hat und der dem Jubelverein den Dank und die Glückwünsche der Stadt überbrachte.
14 Inszenierungen
Besonders freute es das Stadtoberhaupt, dass sich der Verein selbst finanziert, was nicht von jeder Theatergruppe behauptet werden kann. Die Geburtstagsfeier war mit vielen Höhepunkten gespickt. So hatte Marlene Thimet eine sehenswerte Ausstellung vorbeireitet, die einen Blick in die 14 Akte der Vereinsgeschichte warf. Christian Hoferer und Florian Klein packten ihre Instrumente aus und unterhielten mit toller Musik. Ein besonderes Highlight war ein Kurzfilm von Gerald Igl, der die Stücke Indien, Tintenherz und vor allem Little Hero in Szene setzte. In diesem Wirtshauskrimi stellte Walter Bauer als Kommissar Kreuzeder seine berühmten Fernsehkollegen weit in den Schatten.
Als neuestes Theaterstück hat am 13. Oktober das Biopic "The King's Speech" von Tom Hooper in der Spitalkirche Premiere. Das "NABburgtheater" sucht immer wieder Menschen, die Lust haben, bei den nächsten Stücken auf oder hinter der Bühne oder im Verein mitzumachen. Interessenten können sich bei der Vorsitzenden Cosima Wittenzellner melden.














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