Nabburg
16.05.2026 - 10:44 Uhr

Theatertag im Freilandmuseum Oberpfalz begeistert Familien

Am „Vatertag“ kamen im Freilandmuseum Oberpfalz nicht nur Väter auf ihre Kosten. Der Feiertag stand ganz im Zeichen von „Theater“ und lockte viele Familien mit ihren Kindern auf das Museumsgelände.

„Hauptsache, es regnet nicht“, sagte Museumsleiter Tobias Hammerl optimistisch, als er zusammen mit Landrat Thomas Ebeling einen kleinen Rundgang zu den Spielorten unternahm. Eingeladen waren Theatergruppen aus dem Landkreis Schwandorf, die Kostproben ihres Könnens geben und so ein bisschen Werbung für ihre eigenen Aufführungen machen konnten. Fast 90 Mitwirkende aus vier Schauspielgruppen hatten sich auf den Weg in das Freilandmuseum nach Neusath bei Nabburg gemacht.

Der Festspielverein Neunburg vorm Wald ist bekannt für sein Historienspiel „Vom Hussenkrieg“. Direkt nach dem Museumseingang hatte er ein kleines Lager aufgebaut, zeigte Szenen und Tänze und gab so einen Vorgeschmack auf die kommende Festspielsaison.

Das Publikum fand die Darsteller des „Ovigo-Theater“ richtig gut, die im Denkenbauernhof auftraten. Die Zuschauer belohnten die kurzen Einlagen aus den Stücken „Robin Hood“ und „Heureka“ mit viel Applaus. „Papa, komm, da vorne sind Marionetten“, zog Lea am Arm ihres Vaters, der bereitwillig seiner Tochter folgte. Micha Pöllmann und Scarlett Isabella Köfner vom „Marionetten-Theater Schwandorf“ stellten gerade beim Hüthaus die verschiedenen selbst kreierten und handgefertigten Figuren vor und erklärten die Handhabung der einzelnen Vorgänge an den freundlich blickenden Puppen. Sie ließen auch die Kleinen ausprobieren, an den Schnüren zu ziehen und so die Marionetten zu bewegen. Immerhin 11 bis 15 Schnüre verbinden eine Marionette mit dem Spielkreuz, das der Spieler steuert. Da sind schon hohe Konzentration und Koordination der einzelnen Handgriffe gefragt.

Die Lockrufe des „Dr.-Eisenbarth-Figurentheaters“ aus Oberviechtach zeigten Erfolg, und der Innenhof des Matzhofs, wo die Puppenbühne stand, füllte sich schnell. Das Glöckchen läutete zum Beginn der Vorführung des Theaterstücks „Dr. Eisenbarth verschreibt ein Gewitter“, und der Vorhang ging auf. Gespannt verfolgten vor allem die Kinder die Darbietungen. Am Ende der drei verschiedenen Stücke waren alle Zuschauer, ob groß oder klein, beeindruckt und spendeten den Akteuren großen Applaus.

Nun sollten auch die Väter an ihrem Tag für das Ausharren an den verschiedenen Anlaufpunkten belohnt werden. Zusammen mit ihren Liebsten gingen sie zum Wirtshaus des Museums und genossen dort die Blasmusik der „Nabburger Musikanten“ sowie eine Brotzeit.

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