11.02.2019 - 16:48 Uhr
NabburgOberpfalz

Mit Tobias Knechtel in die "Wahlzeit"

Tobias Knechtel steht weiterhin an der Spitze der Nabburger CSU. Mit dem Pädagogen geht der Ortsverband in wichtige Wahljahre: 2020 steht die Kommunalwahl, heuer die Europawahl an.

Der CSU-Ortsverband Nabburg wird in den nächsten zwei Jahren von dieser Führungsmannschaft geleitet. Den Vorsitz hat weiterhin Tobias Knechtel (Fünfter, stehend von links).
von Richard AltmannProfil

Tobias Knechtel ging bei der Ortshauptversammlung im Gasthaus Schwarzer Adler auf die Situation der Stadt ein. "Nabburg entwickelt sich und wird attraktiver. Es muss alles getan werden, um das Potenzial auszuschöpfen", betonte Knechtel. Ein Ziel soll es sein, "die Menschen anzusprechen, die es immer noch nach Regensburg zieht." Für "ländlich wohnen und städtisch arbeiten" müssten aber die Rahmenbedingungen stimmen, sei es bei den Freizeiteinrichtungen oder den Einkaufsmöglichkeiten.

Chancen vergeben

Knechtel bedauerte die Entwicklung beim Handelszentrum Ost, welches von der Stadt nicht gewünscht gewesen, sondern entsprechend torpediert worden sei. "Hier wurden Chancen vergeben", so Tobias Knechtel. Leider entwickle sich momentan nicht viel bei der von der gestalterischen Mehrheit vorgeschlagenen städtischen Lösung einer weiteren Einkaufsmöglichkeit.

Gemeinsam mit dem Landkreis soll der Bildungsstandort Nabburg ausgebaut werden, blickte der CSU-Vorsitzende auf die Entwicklung von Mittel- und Förderschule. Es gebe viele Aufgaben und einiges zu gestalten. Knechtel mahnte einen verstärkten Schuldenabbau in der Stadt an. Er sprach auch die kommenden Wahlen an und betonte, dass sich die CSU der Probleme und Sorgen der Bürger annehmen möchte. Die CSU sei eine Partei des Konsenses.

Kurz ging Tobias Knechtel auch auf die Aktivitäten des Ortsverbandes ein, darunter ein Besuch im Bayern-Lab, eine Veranstaltung zum Landtags- und Bezirkstagswahl mit Landrat Thomas Ebeling, ein Bürgerdämmerschoppen und der obligatorische Seniorenheimbesuch an Weihnachten. Der CSU-Ortsverband zählt 106 Mitglieder.

Schatzmeister Michael Giesl trug einen positiven Kassenbericht vor. Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis. Erster Vorsitzender ist Tobias Knechtel. Seine beiden Stellvertreter sind Hans-Georg Dobler und Marianne Forster. Als Schatzmeister fungiert Michael Giesl, als Schriftführer Stefan Schmid. Beisitzer sind Herbert Zweck, Karl Beer, Andreas Kraus, Tanja Kraus, Ralf Solle, Bernd Hofmann, Josef Pürner, Alexander Daubenspeck und Dominik Blaimer, Kassenprüfer Fred Pucher und Manfred Kopf.

Nach der Wahl stellte sich der Listenkandidat zur Europawahl, Tobias Ehrenfried, vor. Er warb um eine gute Wahlbeteiligung. Im Parlament dürften nicht Kräfte die Mehrheit gewinnen, die gegen Europa sind. Dass Europa den Menschen mehr Vorteile bringe, zeige der Brexit.

Auf die aktuelle Stadtratspolitik ging Fraktionssprecher Hans-Georg Dobler ein. Die CSU sei eine Partei des Konsenses. Viele Abstimmungen würden beweisen, dass bei guten Vorschlägen der anderen im Stadtrat vertretenen Gruppierungen durchaus konform gegangen werde. Die CSU mache keine Fundamentalopposition. Dobler kritisierte jedoch, dass bei strittigen Themen oft die Möglichkeit der Diskussion darüber entzogen werde. Der Fraktionssprecher ging auf die Sanierung des Zwingerweges ein, der sehr viele Haushaltsmittel verschlinge, aber nicht den gewünschten Erfolg bringe. Die eingebaute Rampe passe nicht in das gesamte Ensemble. Dobler erinnerte auch an den gescheiterten Verkauf einer Immobilie an Stadträtin Marion Schärtl, über den sich im letzten Jahr eine große Diskussion entspann. Wegen der mangelnden Informationspolitik von Seiten der Stadt hätten sich zwei CSU-Stadträte genötigt gesehen, ihr Amt nieder zu legen. Hans-Georg Dobler monierte hier die fehlende Ausschreibung, wie sie bei derartigen Verkäufen üblich sei. Was die rechtliche Sicht der Dinge anbelangt, sehe sich die CSU durch das Landratsamt bestätigt.

Optimale Lösung finden

Ein Dauerbrenner in der Stadt ist der Bahnübergang. Seit 2008 laufe das Planfeststellungsverfahren. Ein Baubeginn sei noch nicht abzusehen. Dobler Meinung nach sei die ganze Angelegenheit falsch angepackt worden. In Sachen Lärmschutz Bahn müsse noch mehr getan werden: Hier gelte es, die beste Lösung zu finden, um eine zu starke Belastung der Stadt nach der Elektrifizierung zu verhindern. Dazu müssten von der Bahn auch die entsprechenden Informationen zur Verfügung gestellt werden. Von Seiten des Bundesverkehrsministeriums gelte die Zusage, hier die optimale Lösung zu finden. Entsprechend müsse auch bei der Bahn darauf gepocht werden.

Für langjährige Mitgliedschaft werden Helmut Kummert (Dritter von links) und Fred Pucher (Dritter von rechts) ausgezeichnet.
Ehrungen bei der CSU:

20 Jahre gehört Fred Pucher dem CSU-Ortsverband an. Für 25 Jahre Treue wurden Helmut Kummert und Christine Dobler geehrt, für 30 Jahre Hans-Ernst Ebneth, für 45 Jahre Josef Klinger und für 50 Jahre Otto Zeitler.

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