Unterstützung aus Nabburg für "Sizanani"

Nabburg
22.07.2022 - 14:34 Uhr

Der Konvent der Mallersdorfer Franziskanerinnen (Nardini Sisters) unterstützt hilfesuchende und kranke Menschen in Südafrika durch das "Sizanani Outreach Programm". Unterstützung bekommt er auch aus Nabburg.

Am Ende der Informationsveranstaltung überreichte die Vorsitzende des Kath. Frauenbundes Nabburg Christa Schlagenhaufer (Zweite von links) im Beisein von Pfarrer Hannes Lorenz (Bildmitte) eine Spende von 1000 Euro aus dem Erlös des Palmbüschelverkaufs an Referentin Sr. Carola (links) sehr zur Freude ihrer beiden Mitschwestern Michaelis (Zweite von rechts) und Sr. Eobarda Ries (rechts).

Die Mallersdorfer Schwestern Eobarda, Carola und Michaelis auf Heimaturlaub berichteten eindrucksvoll über ihre Arbeit in der Zulu-Region um Nkandla. 1959 übernahmen die Nardini Sisters die pflegerische und medizinische Versorgung im Missionskrankenhaus in Nkandla und lösten damit die Missionsbenediktinerinnen von Tutzing ab.

Zwei Jahrzehnte später, 1978, beanspruchte der südafrikanische Staat das Krankenhaus, und die Nardini Sisters zogen sich daraus nach und nach zurück. "Da unsere Schwestern aber die Not der Menschen sahen und ganzheitlich helfen wollten, entwickelten sie nach und nach eigene Projekte", ließ Referentin Schwester Carola die Zuhörer wissen. So entstand im Laufe der Zeit ein vielseitiges Hilfeangebot, das 2006 als "Sizanani Outreach Programm" offiziell gegründet wurde. "Sizanani" heißt wörtlich übersetzt "Helft einander!"

Bei der heute enormen Ausbreitung von HIV/Aids sehen die Schwestern jedoch ebenso einen Schwerpunkt in der ambulanten ärztlichen und medizinischen Versorgung. Sie bilden freiwillige einheimische Helfer aus, um den Patienten die Pflege daheim zu ermöglichen. Die Nardini Sisters engagieren sich auch in der Sozialarbeit: Sie sorgen sich um die so genannten Aidswaisen - das sind Kinder, die ihre Eltern durch Aids verloren haben und/oder selbst ebenfalls erkrankt sind. Behinderte, missbrauchte und verstoßene Kinder finden bei den Nonnen ein Zuhause, Kranke, Arme, Arbeitslose und Analphabeten bekommen die Hilfe, die sie benötigen. Darüber hinaus betreibt der Orden eine Schule und Kindergärten.

1200 unterstützte Familien

Die Sozialarbeit im "Sizanani Outreach Project", welches nach einem ganzheitlichen Konzept möglichst alle Bedürfnisse und Nöte der vielen Familien im Einzugsgebiet berücksichtigt, ist vielschichtig. Aktuell sind dies knapp 1 200 Familien und über 6 000 Klienten, welche unterstützt werden. Dies geschieht zum Beispiel durch das Verteilen von Essenspaketen und die Unterstützung von Suppenküchen an verschiedenen Schulen. Zusätzlich bauten die Nardini Sisters ein kleines Kinderheim, in dem Kinder in Not zumindest vorübergehend ein Zuhause finden können. Nicht zuletzt engagieren sich die Schwestern von Nkandla in den pastoralen Aufgaben der Pfarrei. Sr. Eobarda dankte in diesem Zusammenhang für die großzügige Unterstützung beim Neubau der kleinen Kirche in Ohleno/Nkandla.

Patenschaften möglich

Wer auch helfen will, kann das Sizanani-Programm über das Kloster Mallersdorf unterstützen. Durch die Übernahme einer Einzelpatenschaft für ein bedürftiges Kind und/oder durch Spenden an die LIGA Bank Regensburg, Kloster Mallersdorf. Konto: DE16 7509 0300 0001 1718 87; BIC: GENODEF1M05; mit dem Verwendungszweck: Nkandla. Spendenquittungen erhalten Sie unter der E-Mailadresse generalat[at]mallersdorfer-schwestern[dot]de. Weitere Informationen gibt es unter www.mallersdorfer-schwestern.de

 
 

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