Nabburg
21.02.2019 - 14:34 Uhr

Verlust bei Ausflug ins Mittelalter

Rund sieben Monate nach der Veranstaltung erfährt der Stadtrat: Der Mittelalterliche Markt 2018 erbrachte für die Stadtkasse ein Defizit in Höhe von rund 9060 Euro.

Der mittelalterliche Markt im vergangen Jahr war für die Stadt Nabburg ein Verlustgeschäft. Archivbild: Gerhard Götz
Der mittelalterliche Markt im vergangen Jahr war für die Stadt Nabburg ein Verlustgeschäft.

Die Bekanntgabe der Abrechnung war am Dienstagabend auf der Tagesordnung der öffentlichen Stadtratssitzung. Demnach stand den erzielten Einnahmen in Höhe von 82 694 Euro eine Summe an Ausgaben gegenüber, die 91 754 Euro betrug. Mit dem daraus resultierenden Fehlbetrag konnte das vorab kalkulierte Minus von 11 800 Euro unterschritten werden. Wobei Organisationschef Karl Beer ergänzte, dass die Festsetzung der zu zahlenden Gema-Gebühr noch nicht abgeschlossen ist. „Da können also schon noch Kosten auf die Stadt zukommen“, meinte er.

Bei dem zweitägigen Markt im Juli 2018 hatte sich deutlich die Wetterabhängigkeit eines solchen Freiluft-Großereignisses gezeigt. Wegen der Unbeständigkeit waren am Sonntagnachmittag viele Besucher ausgeblieben, nachdem der Samstag noch überaus gut gelaufen war. Den erwirtschafteten Fehlbetrag bezeichnete Bürgermeister Armin Schärtl als vertretbar – vor allem angesichts der Außenwirkung und der ersprießlichen Geschäfte, die etliche Vereine aus dem Stadtgebiet an den Markttagen gemacht hatten.

"Keine großen Investitionen geplant"

Anschließend galt es bereits, den Blick auf den nächsten Markt im Juli 2020 zu lenken. Vorsitzender des Organisationsausschusses und somit in der Rolle des „Marktbürgermeisters“ bleibt Stadtrat Karl Beer. Hermann Böhnert und Cosima Wittenzellner werden auf eigenen Wunsch dem Ausschuss nicht mehr angehören. Weitermachen wollen Raphael Haubelt, Michael Giesl, Evi Thanheiser, Irene Ehemann und Bernhard Wild. Neu in das Gremium kommt der Verwaltungsangestellte Thomas Prey.

Einstimmig verabschiedete der Stadtrat den neuen Haushalt und den Finanz- und Investitionsplan für die Bürgerspitalstiftung. Der Etat weist ein Volumen von rund 287 000 Euro auf. „Es sind keine großen Investitionen geplant“, sagte dazu Bürgermeister Armin Schärtl. Die seit rund 600 Jahren bestehende Stiftung könne auch weiterhin ihre Aufgaben wahrnehmen und zugleich ihr Vermögen erhalten.

Erweiterung Feuerwehrhaus Diendorf

Zur Sprache kam auch die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Diendorf, mit der sich der Stadtrat bereits früher grundsätzlich einverstanden erklärt hatte. Nun galt es, den Baubeschluss zu fassen, was dann auch einstimmig geschah. Die Aufteilung der Gesamtkosten von 265 000 Euro sieht so aus: Stadt Nabburg 160 000 Euro (130 000 in 2019, 30 000 in 2020), Eigenanteil der FFW Diendorf 76 125 Euro und Zuschuss der Regierung der Oberpfalz 28 875 Euro.

Die Sing- und Musikschule Pfreimd, die auch 18 Kinder aus Nabburg besuchen, hatte um finanzielle Unterstützung gebeten. Sie bekommt für das laufende Jahr 900 Euro. Auch diesen Beschluss fasste der Stadtrat einstimmig.

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