18.07.2019 - 14:25 Uhr
NabburgOberpfalz

Vorhaben schreitet voran

Die nächste Hürde für das Einkaufszentrum "Im Naabtal ist genommen. Während es von den Ämtern und Behörden kaum Einwände gibt, droht eine benachbarte Familie mit einer Klage. Der Investor möchte mit den Bewohnern sprechen.

Dort, wo jetzt noch alles Wiese ist, soll das Einkaufszentrum „Im Naabtal“ entstehen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Eine Stunde und zehn Minuten hat es am Dienstagabend gedauert, bis es offiziell war: Nabburg ist dem Einkaufszentrum "Im Naabtal" wieder einem Schritt näher. Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann, der den derzeit erkrankten Bürgermeister Armin Schärtl vertrat, sprach von einer "konstruktiven Abarbeitung" der Stellungnahmen, die bei der Stadt eingegangen sind. Auf 28 Seiten gaben 26 Träger öffentlicher Belange und eine Nabburger Familie ihre Einschätzungen ab.

Familie will klagen

Zusammengefasst gab es keine gravierenden Einwände von den Ämtern und Behörden, weshalb die Stadträte wenig überraschend einstimmig den Stellungnahmen und den Planentwürfen zustimmten. Eine Familie, die in unmittelbarer Nähe des geplanten Einkaufszentrums wohnt, machte sich allerdings Luft. In einem Schreiben hieß es, dass sie die das Vorhaben "mit wachsender Sorge betrachten" und auch nicht von einer Klage absehen wollen. Die Familie befürchtet Lärm- und Geruchsbelästigungen, einen Wertverlust ihrer Immobilie und die Zerstörung eines jahrzehntelangen Lebensraumes für die Tierwelt. Nabburgs Geschäftsstellenleiter Hans Sorgenfrei argumentierte in einer Stellungnahme, dass Ausgleichsflächen geschaffen, der Bedarf des Einkaufszentrums nachgewiesen und Arten- und Naturschutzmaßnahmen ergriffen worden seien. Außerdem verwies er auf eine schalltechnische Untersuchung. "Es wird eine Lärmschutzwand geben, die eigentlich nicht erforderlich wäre", erklärte Sorgenfrei. Karl-Heinz Mayerhöfer vom Investor "Ratisbona Handelsimmobilien" sicherte zu, auf die Familie zuzugehen und mit ihr zu sprechen, sieht es gar als "Ehrensache" an.

"Großer Schritt"

Derweil listete Sorgenfrei in der Stadtratssitzung auf, wie die Flächen im Einkaufszentrum an der Regensburger Straße genutzt werden sollen (siehe Infokasten). Der Geschäftsstellenleiter sprach nach den einstimmigen Beschlüssen von einem "großen Schritt, der jetzt forciert ist".

Verkaufsflächen:

Lebensmittel: 1600 Quadratmeter (Es steht bereits seit längerer Zeit fest, dass als Ankerbetrieb Rewe ins Einkaufszentrum zieht)

Getränke 450 Quadratmeter

Drogerie: 400 Quadratmeter

Tabakwaren: 60 Quadratmeter

Schreibwaren: 190 Quadratmeter

Tiernahrung und Zubehör: 200 Quadratmeter

Bücher und Zeitschriften: 110 Quadratmeter

Blumen und Pflanzen: 100 Quadratmeter

Haushaltswaren: 300 Quadratmeter

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