Nabburg
17.08.2023 - 09:32 Uhr

Wärmewende Thema bei Infoabend der ÖDP in Nabburg

Bei einer Veranstaltung des ÖDP-Kreisverbands im Gasthaus Kräuterbeck in Nabburg stand das Thema "Wärmewende" im Mittelpunkt. Kreisvorsitzender Alfred Damm hob laut einer Pressemitteilung zunächst hervor, dass die ÖDP zwar die Ziele der Ampelregierung bei der Wärme- und Energiewende teile, nicht aber deren Vorgehensweise, die die Menschen eher dagegen aufbringe, als sie mitzunehmen. Für die ÖDP würden wirtschaftliche Anreize mehr bringen als Verbote.

In ihrem Vortrag gingen die Referenten von der Firma PV-Sonne Energie GmbH anschließend darauf ein, wie sich eine Photovoltaikanlage für den Eigenheimbesitzer bezahlt macht. Dabei betonten sie laut Mitteilung, dass nicht nur eine Dachausrichtung nach Süden von Vorteil sei, sondern auch Dächer mit einer Ost-West-Ausrichtung für den Eigenverbrauch gut nutzbar seien, da viele berufstätige den meisten Strom am Morgen und am Abend verbrauchen. Perfekt sei eine Dachneigung von 30 bis 35 Grad. Die Frage, ob ein Speicher sinnvoll ist, wurde mit "Ja" beantwortet.

Bis 30 Kilowatt-Peak gelten seit Mitte 2022, dass für den Eigenverbrauch keine Mehrwertsteuer mehr anfällt und keine Anmeldung als Kleinunternehmer erforderlich ist. Bei den aktuellen Strompreisen amortisiere sich eine Anlage nach acht bis zwölf Jahren.

Alfons Vogl von der Waldbesitzervereinigung Oberviechtach-Neunburg zeigte sich zufrieden damit, dass nach dem neuen Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes das Heizen mit Holz weiterhin erlaubt ist. Bedenken, dass es zu wenig Holz gibt, wenn mehr fürs Heizen verwendet wird, widersprach Vogl. Für Ein- und Zweifamilienhäuser empfahl er den Einsatz von Pellets. Für größere Gebäude, Gewerbe und Nahwärmenetze eigenen sich dagegen nach seiner Meinung Hackschnitzel besser.

Energieberater Ludwig Jung von der bayerischen Energieberatungsagentur ging vor allem auf die Wärmepumpe ein. Wenn eine entsprechende Anlage mit Strom aus erneuerbaren Energien - zum Beispiel mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach - betrieben werde, gebe es keinen CO2-Ausstoß.

Ob eine Wärmepumpe in einem Altbau ausreichend ist, hänge vom jeweiligen Gebäude ab und müsse individuell geprüft werden. Als Faustformel gelte: Wenn im Winter bei einer Vorlauftemperatur von 50 Grad das Haus noch warm ist, könne ohne größere Modernisierungsmaßnahmen auf eine Wärmepumpe umgestellt werden.

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