25.07.2018 - 16:49 Uhr
NabburgOberpfalz

Wahlkampfauftakt der Grünen

Grünen-Politiker Jürgen Mistol aus Regensburg spricht über das Thema "Wohnen". Und gemeint ist damit beileibe nicht "schöner Wohnen".

Zum Wahlkampfauftakt der Landkreis-Grünen in Nabburg stellten sich nicht nur Landtagswahl-Spitzenkandidat Jürgen Mistol (rechts) und seine beiden Landtagswahlmitstreiter Benjamin Quaas (Mitte) und Tina Winkelmann (rechts daneben) vor, sondern auch die Bezirkstags-Kandidatinnen Franziska Wünsch und Marion Juniec-Möller (von links).
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Bei der Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen in der Gaststätte "Zum Kräuterbeck" ging der Blick in Richtung Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober. Die Zusammenkunft mit dem Landtagsabgeordneten Jürgen Mistol (53) als Redner war als Wahlkampfauftakt gedacht. Dazu gehörte, dass sich auch die Kandidaten der Grünen aus der Region vorstellten. Für den Landtag tritt als Direktkandidat im Landkreis Schwandorf der in Teublitz lebende Benjamin Quaas (30) an, der gleichzeitig auf dem Oberpfalz-Listenplatz 4 der Grünen steht. Platz 3 hat die Wackersdorferin Tina Winklmann (38) inne. Anwesend waren auch die Grünen-Kandidatinnen für den Bezirkstag, Marion Juniec-Möller (53) und Franziska Wünsch (29), beide aus Schwandorf - die eine auf Platz 3, die andere auf Platz 11 der Bezirkstagsliste der Grünen.

"Wohnen ist keine Ware, sondern ein Grundbedürfnis", betonte Jürgen Mistol bei seinem Vortrag, mit dem er wohnungspolitische Ideen seiner Partei für Bayern skizzierte. Dabei griff er auf den Artikel 106 der Bayerischen Verfassung zurück. "Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung", heißt es dort, und: "Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden."

Für die Grünen ist der Wohnungsmarkt erheblich aus der Balance geraten und zudem von regionalen Unterschieden geprägt. Dazu würde nicht nur die Spekulationswelle mit Immobilien als neuem "Betongold" beitragen, urteilte Mistol, sondern auch "die verfehlten wohnungspolitischen Weichenstellungen der Vergangenheit" sowie ein massives Stadt-Land-Gefälle bei der Bautätigkeit. "Denn während in bayerischen Ballungsräumen Wohnungen fehlen, werden in ländlichen Regionen weit mehr Wohnhäuser - vor allem Einfamilienhäuser und große Wohnungen - gebaut als nötig."

Um in Bayern Angebot und Nachfrage auszugleichen, wäre der Bau von jährlich 70 000 Wohnungen notwendig. Für den Parlamentarier ist klar: "Die Aufgaben heißen: Verdrängung stoppen, bezahlbaren Wohnraum schaffen, Klimaschutz in den Gebäuden und im Stadtviertel voranbringen und Quartiere und Wohnungen barrierefrei umbauen - zu weiterhin erschwinglichen Mieten."


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