Bei den Warnstreiks der IG Metall beteiligten sich am Mittwoch auch 150 Mitarbeiter der Nabburger Betriebe Kennametal und Emz Hanauer. Die zweite Bevollmächtigte der IG Metall Amberg, Sabrina Feige, führte den Zug vom Gewerbegebiet zum Sportplatz an. Bei der Kundgebung dankte sie den Kollegen für den Zusammenhalt und betonte: „Wir müssen gemeinsam Druck auf die Arbeitgeber aufbauen“. Deren Angebot sei völlig unzureichend. Feige wiederholte die Forderungen der Gewerkschaft: Fünf Prozent mehr Lohn, Gewinnbeteiligung der Beschäftigten, eine soziale Komponente für die unteren Lohngruppen, Zukunftssicherung der Arbeitsplätze und eine pauschale Anhebung der Azubi-Vergütung um 110 Euro im Monat.
Die Gewerkschaft reagiert mit den Warnstreiks auf das „unzureichende Angebot der Arbeitgeber“ in der zweiten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Für Ingrid Frank, der Betriebsratsvorsitzenden von Emz Hanauer in Nabburg, seien die Forderungen nach einer angemessenen Lohnsteigerung das gute Recht der Arbeitnehmer, „denn alles wird teurer“. Außerdem habe die Belegschaft die Gewinne der Unternehmen mit erwirtschaftet und sollte daran auch teilhaben dürfen.
Der Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens „Kennametal Steel“, Christian Bindl, brachte seine Forderungen auf diesen Nenner: „Weil wir es einfach verdient haben“. Bei der zweiten Tarifverhandlung in der vergangenen Woche in Coburg boten die Arbeitgeber eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent ab Juni 2028 an. Damit wollen sich die in der IG Metall organisierten Beschäftigten nicht abspeisen lassen. Sabrina Feige hofft auf eine baldige Einigung und warnt vor einer weiteren Verhärtung der Auseinandersetzung. Denn sie könne sich etwas Schöneres vorstellen, „als fahnenschwingend durch die Straßen ziehen zu müssen“.















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