17.08.2018 - 17:04 Uhr
NabburgOberpfalz

Wegen Kreisel neu verhandeln

Für den gestrichenen Kreisverkehr in der Venedig gibt es keine neue Planung. Was an dessen Stelle kommen wird, bezeichnet Bürgermeister Armin Schärtl in der Stadtratssitzung als "Verhandlungssache".

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Auf Veranlassung des Straßenbauamtes war der zunächst vorgesehene Kreisverkehr in der Oberviechtacher Straße aus dem laufenden Planfeststellungsverfahren zum Bau einer Umgehungsstraße herausgenommen worden. Der Behörde erschien das Prozessrisiko zu hoch (wir berichteten). Auf Anfrage der CSU-Fraktion kam Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) in der letzten Stadtratssitzung nochmals auf das Thema zu sprechen. Das Bauamt habe demnach der Stadt schon vor Jahren mitgeteilt, dass der Kreisel solange nicht gebaut werden kann, bis der Bahnübergang in der Georgenstraße beseitigt ist. Es habe auf eine damit in Verbindung stehende Staugefahr hingewiesen. Wenn einmal Baurecht für die Umgehung herrscht, solle die Situation noch einmal außerhalb des dann abgeschlossenen Planfeststellungsverfahrens besprochen werden. Was dann als Lösung kommen wird, sei Verhandlungssache mit dem Straßenbaulastträger. Das Thema werde zu gegebener Zeit wieder dem Stadtrat vorgelegt, kündigte Schärtl an.

- Minister für raschen Bau

Bei den auf der Tagesordnung stehenden Bekanntgaben las Bürgermeister Schärtl auch ein Schreiben des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) vor, der sich deutlich dafür ausgesprochen hatte, das Problem Bahnübergang zeitnah mit der Trasse zu lösen, die sich seit mehreren Jahren in der Planfeststellung befindet (wir berichteten). Den Brief hatte Scheuer vor einigen Wochen an den CSU-Ortsverband geschrieben. Schärtl dankte dem CSU-Ortsvorsitzenden dafür, dass er ihm dieses Schreiben nun auch zur Verfügung gestellt habe.

- Markt-Einnahmen im Soll

Eine vorläufige Bilanz zum Mittelalterlichen Markt 2018 zog Organisationschef Karl Beer. Er berichtete, dass sich die Einnahmen am Samstag auf 36 035 Euro beliefen (- 600 im Vergleich zu 2016) und am Sonntag auf 24 102 Euro (- 11 000). Insgesamt registrierten die Torwachen rund 18 000 zahlende Besucher. Zusammen mit den Inhabern von 1000 Freimarken (vor allem Standbetreiber, Mitwirkende und Altstadtbewohner) und den Kindern komme man auf eine geschätzte Gesamtbesucherzahl von etwa 23 000. Bei den erzielten Einnahmen liege man im kalkulierten Soll. Der Bürgermeister dankte den Organisatoren und stellte fest: "Bei mir ist nur Lob angekommen, keine Kritik." Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) legte Wert auf die Feststellung, dass die Gesamtausgaben damit nicht abgedeckt sind. Bei reiner Betrachtung der Einnahmen könne nämlich der falsche Eindruck entstehen, dass die Stadt bei den Eintritten kräftig absahnt.

- Acht Klassen in Nabburg

Der Bürgermeister teilte mit, dass für das Schuljahr 2018/19 inzwischen die Klasseneinteilungen für den Mittelschulverbund feststehen. Demnach bekommt Nabburg acht Klassen mit 138 Schülern. Ebenso acht werden in Pfreimd und in Schwarzenfeld gebildet, in Schmidgaden sind es nur vier, in Wernberg-Köblitz ist es nur eine Klasse.

- Geld für Mensa

Freuen darf sich die Stadt darüber, dass sie für das kommunale Investitionsförderprogramm (Kip) ausgewählt worden ist. Für den Anbau der Mensa an die Mittelschule bekommt sie 90 Prozent Förderung auf den energetischen Teil der Maßnahme.

- Problem bei Leitungsbau

Schließlich informierte der Bürgermeister darüber, dass es bei der Erstellung der neuen Wasserleitung zwischen Nabburg und Perschen zu einer Störung im Bauablauf gekommen ist. Etwa 150 Meter nach Perschen habe die Baufirma im angewandten Pflugverfahren die alte Leitung erwischt und aufgerissen. Dadurch sei während der Sommerhitze vorübergehend ein Versorgungschaos wegen Rohrbrüchen entstanden. Aus den Unterlagen, die der Firma vorab zur Verfügung standen, sei ein anderer Leitungsverlauf hervorgegangen. Nun laufe eine Prüfung, ob in diesem Verfahren zur grabenlosen Rohrverlegung weitergebaut oder klassisch Meter für Meter aufgegraben werden soll. Ein Ergebnis gebe es in der nächsten Woche.

- Hin und Her der Bahn

Für Verwirrung sorgt derzeit die Bahn AG. Sie teilte zunächst mit, dass sie den unwirtschaftlich gewordenen Fahrkartenautomaten am Bahnhof abbauen lasse. Dann revidierte sie diese Entscheidung wieder. Nach neuester Entwicklung geht man bei der Stadt allerdings davon aus, dass er doch wegkommen wird.

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