27.12.2020 - 14:49 Uhr
NabburgOberpfalz

Weihnachtsfest unter besonderen Vorzeichen

Ein besonderes Weihnachtsfest liegt hinter den Gläubigen im Altlandkreis Nabburg: Die kirchlichen Feiern sind geprägt von der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen - aber auch von Hoffnung.

von Sepp FerstlProfil

Die Kirchenbänke mussten wegen des nötigen Abstandes spärlich gefüllt bleiben, der gemeinsame Gesang am Ende der Feierlichkeiten zum Weihnachtsfest entfiel: Über den zurückliegenden Feiertagen schwebte stets die Corona-Pandemie. In den Gottesdiensten wurde aber alles getan, um den Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Es war die richtige Entscheidung, die Gottesdienste in Nabburg am Heiligen Abend über das Internet im Live-Stream auf YouTube zu übertragen. Aktuell zeigen über 3900 Aufrufe, dass die Menschen dieses Angebot der Pfarrgemeinde Nabburg dankbar nutzen. Zunächst war auch geplant, die beiden zentralen Weihnachtsgottesdienste – Seniorenmette und Christmette – im Freien zu feiern. Wegen der anhaltend schlechten Witterung wurde letztendlich darauf verzichtet und die beiden Messen lediglich über Lautsprecher auf den Oberen Markt übertragen.

Die beiden Kindermetten waren bis auf den letzten Platz ausgebucht, ebenso die Seniorenmette. Beim Höhepunkt, der Christmette, zelebriert von Pfarrer Hannes Lorenz und Pfarrvikar Alfred Lindner zeigte sich diese drangvolle Enge dann nicht mehr so. Wohl weil sich der vorgezogene Zeitpunkt der Messe gerade mit der Zeit der Bescherung in den Familien überschnitt. Für eine besonders festliche Note am Heiligen Abend sorgte Chorregent Jonathan Brell mit Orgelmusik und Sologesang. Eine Sängergruppe des Kirchenchores und Musiker der Jugendblaskapelle verstärkten den berührenden Klang der weihnachtlichen Weisen. Mit „Stille Nacht endete der feierliche Gottesdienst im Kerzenschein.

Das traditionelle „Christkindl anblasen“ der Jugendblaskapelle auf dem Oberen Markt musste heuer leider unterbleiben. Wer aufgrund der momentanen Situation auf den Besuch der Weihnachtsgottesdienste verzichten musste, kann gerne immer noch an den Metten auf YouTube teilnehmen unter

Das Weihnachtsfest 2020 war in Pfreimd in jeder Beziehung überschattet von Corona und wirkte sich natürlich auch auf die kirchlichen Feiern aus. Die kirchlichen Feiern waren geprägt von begrenztem Platzangebot, Abstandsregeln und Maskenpflicht. Um der Nachfrage gerecht zu werden, fanden in der Pfarrei Pfreimd zusätzliche Gottesdienste an Heiligabend sowie am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag statt.

Alle Gottesdienste wurden im Rahmen der gesetzlichen Auflagen durch Orgel und Solisten feierlich gestaltet. Anstelle des Krippenspiels in der Kinderchristmette wurde das weihnachtliche Geschehen mittels einer Bilderschau, die von den Saltendorfer Ministranten erstellt worden war, übermittelt. Entfallen musste die Christmette im Altenheim Sankt-Johannis-Stift, deren Bewohner diesmal auch auf das weihnachtliche Konzert der Stadtkapelle sowie auf den traditionellen Besuch des Bürgermeisters verzichten mussten.

Wer in Schwarzenfeld während der drei Weihnachtstage einen Gottesdienst besuchen wollte, der hatte -trotz Pandemie - reichlich Gelegenheit dazu. Mit dem Angebot von sieben Messen in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt und zehn Gottesdiensten auf dem Miesberg waren die Hygienevorschriften teils mehr als gefordert erfüllt.

Außergewöhnlich war auch das musikalische Angebot bei nahezu allen Messfeiern. Angefangen vom weihnachtlich geprägtem Orgelspiel, bis hin zu Varianten mit Trompetenbegleitung und Interpreten als Schola oder Einzelgesang, war in beiden katholischen Gotteshäusern kirchenmusikalisch "Weihnacht pur" geboten. Die Messen in der Pfarrkirche wurden alle über Youtube gestreamt.

Während sich Rektor Pater Lukas Temme angesichts der geltenden Vorschriften mit dem Besuch der Messen "insgesamt zufrieden" zeigte, wurde die Resonanz der Mitfeiernden in der Marienkirche durch Pfarrer Heinrich Rosner "als äußerst überschaubar" bewertet.

Die Evangelische Gemeinde Schwarzenfeld feierte ihre Gottesdienste am Heiligen Abend dieses Jahr in der Halle der Zimmerei Mauderer. Pfarrerin Heidi Gentzwein betonte, dass das ein gutes Zeichen dafür sei, wie Gott in unseren Alltag kommen will und dass Jesus - wie sein Vater - Zimmermann war.

Im Familiengottesdienst wurde das Krippenspiel als Film gezeigt. Zwölf Kinder hatten die einzelnen Szenen zu Hause aufgenommen. Das Krippenspiel kann über einen Link im Internet angesehen werden. In der Christvesper stand das Thema "Holz" im Mittelpunkt.

Alle Angehörigen der Pfarrei Oberköblitz sollten in der besonderen Zeit die Möglichkeit zum Besuch der Weihnachtsgottesdienste in der festlich geschmückten St. Josef Kirche erhalten. Deshalb hatte Gemeindereferentin Maria Witt die Kinderchristmette auf drei Weihnachtsandachten für Familien aufgeteilt und mit Unterstützung der Teams Kinderkirche und Atemlos vorbereitet. Musikalisch wurden die Andachten von den Barbara Farchmin und Willibald Butz unterstützt.

Die abendliche Christmette um 19.30 Uhr gestaltete der Ruhestandsgeistliche Norbert Demleitner. Pfarrgemeindesprecherin Maria Schlögl ging in ihrer Meditation zum Friedenslicht darauf ein, dass das Licht die Richtung weisen soll und schloss die Meditation mit den Worten ab: "Seid alle gesegnet mit dem Licht der Weihnacht". Die Christmette wurde vom Organisten Benedikt Scheitler begleitet.

Auch in der Pfarrei Stulln beeinflussten die Regelungen zur Corona-Pandemie die Besucherzahl und den Ablauf der Liturgie an den Festtagen. Organist und Chorleiter Roland Lebrech gestaltete mit einer Schola von vier Frauen des Stullner Kirchenchores die Gottesdienste musikalisch. "Wir feiern die Geburt Jesu. Das erfüllt uns mit Freude", betonte Pfarrer Heinrich Rosner bei der Kinderchristmette.

Heuer wurde das Krippenspiel pantomimisch dargeboten. Theresia Eules trug den Text in Anlehnung an das Evangelium vor: Vergebens klopfen Maria und Josef an mehrere Türen mit der Bitte um Einlass. Letztendlich finden die beiden einen Stall. In dieser Nacht wird Jesus geboren. Zwei Engel verkünden die Frohbotschaft, die beiden Hirten eilen zur Krippe und finden das Kindlein in Windeln gewickelt.

"Auf den Feldern von Bethlehem ist das Wunder der Weihnacht geschehen": So hieß es im Hirtenspiel am Heiligabend in der Unterauerbacher Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Inhalte stimmten nach wie vor, jedoch war die Stimmung und die Gemeinschaft eine ganz andere. Imposante Elemente, wie das Hirtenspiel der Ministranten oder das gemeinsame Singen von "Stille Nacht, heilige Nacht" konnten nicht stattfinden. Pater Binu zelebrierte die Christmette sehr feierlich und einfühlsam.

In der Ulrichskirche in Schwarzach wurde die Christmette auf 19 Uhr vorverlegt. Am ersten Weihnachtsfeiertag verdeutlichte Pater Binu in der Predigt, dass in dieser anderen Zeit die wesentliche Botschaft noch intensiver wahrgenommen wird. Die frohe Botschaft spiele sich nicht im Kopf, sondern im Herzen ab - und es liege an jedem selbst, "den Platz im Herzen zu bereiten".

Wie all die Jahre luden die Kirchenglocken in Dürnsricht, Wolfring und Högling die Gläubigen an Weihnachten ein zum Gottesdienst. Dennoch war es in diesem Jahr ganz anders: Die Kindermette „to go“ begann bereits um 13 Uhr und endete um 17 Uhr. So verteilten sich die Besucher über einen großen Zeitraum und die Abstandsregeln wurden eingehalten.

Die Seniorenmetten in Wolfring und Högling fanden nicht nur in den Gotteshäusern St. Michael und St. Margareta statt sondern wurden zeitgleich auch ins Jugendheim und in das Pfarrheim übertragen. So konnten mehr Menschen daran teilnehmen. Die Christmette in der Pfarrkirche in Dürnsricht wurde ebenfalls live in der Turnhalle übertragen. Auch dadurch konnten die Abstandsregeln eingehalten werden. Diese Vorgehensweise hatte sich bereits in den Wochen zuvor bei den Gottesdiensten bewährt.

 

 

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