22.09.2020 - 16:18 Uhr
NabburgOberpfalz

Wohlfühlklima im "Storchennest"

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Kinderhaus in Modulbauweise: Wer das für eine "Notlösung" hält, kann sich im "Storchennest" in Diendorf (Kreis Schwandorf) eines besseren belehren lassen.

Die hochwertige Ausstattung lässt nicht erahnen, dass der Interims-Kindergarten "Storchennest" in Diendorf aus Modulen besteht.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

"Das ist eine super Geschichte", sagt Andrea Stadler. Die Leiterin des Hauses für Kinder neben der Diendorfer Schule hat mit ihren acht Mitarbeiterinnen das "Storchennest" am 1. September in Beschlag genommen. Seit 8. September sind die beiden Krippen- und die Kindergartengruppe geöffnet.

"Wir haben uns schnell eingelebt", sagt Stadler im Gespräch mit den Oberpfalz-Medien. "Wir konnten die Räume von Grund auf mit gestalten, die Zusammenarbeit mit der Stadt lief sehr gut." Von einem "Aushilfsquartier", das das in Modulbauweise errichtete "Storchennest" de facto ist, sei überhaupt nichts zu spüren.

Lob für die Planer

"Die Räume sind super geplant", sagte Stadler. Sie hat 27 Jahre lang im Kindergarten St. Angelus in Nabburg gearbeitet, nun leitet sie das neue Haus für Kinder. Träger ist der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes. "Innendrin merkt man überhaupt nicht, dass man in einem Modulbau ist", sagt die Chefin im "Storchennest". Sie gibt zu, das sie zunächst auch ihre Bedenken hatte - wie wohl jeder, der von Kinderbetreuung in einem Containerbau hört. Von den Bedenken ist jetzt aber keine Rede mehr. Besonders die hochwertigen Möbel haben es ihr angetan. Die werden, wenn der endgültige Kindergarten in gut zwei Jahren steht, mit umziehen. "Jetzt gießen wir noch fleißig Rasen", erzählt Stadler, damit die Außenanlagen auch bald voll genutzt werden können.

Wichtiger Standortfaktor

"Wir sind voll", erklärt Stadler. Bis März werden die Kinder nach und nach aufgenommen. 24 Plätze haben die beiden Krippengruppen, 25 die eine Kindergartengruppe. Die Plätze sind teils mehrfach belegt, wie üblich in Kindertagesstätten. Geplant waren zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Aber die Nachfrage machte die Änderung notwendig. "Wegen Corona ist es nur etwas schwer, sich auch entsprechend zu präsentieren", sagte die Leiterin. Mitte Oktober soll die offizielle Einweihung im kleinen Kreis stattfinden.

Rund 750000 Euro habe die Übergangslösung der Stadt gekostet, bestätigte Bürgermeister Frank Zeitler. "Das ist eine gute Sache und läuft genau so, wie wir uns das vorgestellt haben". Als Dauerlösung baut die Stadt ein neues, achtgruppiges "Haus für Kinder" ebenfalls in Diendorf, nahe der Schule. Die Ausschreibung für die Ingenieurs-Leistungen seien draußen, sagte Zeitler. Im Oktober ist die Submission geplant, im Dezember die Bietergespräche.

Kinderbetreuung sei ein wichtiger Standortfaktor. "Ansiedlungswillige Firmen schauen da drauf", sagte Zeitler. Auf lange Sicht wird wohl auch der achtgruppige Neubau nicht reichen. Weil St. Angelus über kurz oder lang schließen wird, werde im Stadtwesten ein dreigruppiger Kindergarten nötig. Das habe auch die Bedarfserhebung ergeben (wir berichteten).

Jetzt geht's aber erstmal ans Feiern: Das "Storchennest" werde am 17. Oktober offiziell eingeweiht, sagte Zeitler. Im kleinen Kreis - die Pandemie lässt nichts anderes zu.

Bedarfsermittlung im Stadtrat

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