Vor dem Eingang des Freilandmuseums in Neusath bei Nabburg hatten die Frauen der Gruppe „Oberpfälzer Spinnerinnen“ ihre Spinnräder aufgebaut und zeigten mit ihrer gekonnten Fingerfertigkeit, wie aus gewaschener Schafwolle feine Wollfäden gewonnen werden können. Als erfahrene Spinnerin veranschaulichte Peggy Semmelmann in ihren Fachvorträgen die jahrtausendelange Entwicklung der Spindeln, eines der wichtigsten Werkzeuge der Menschheit.
Schon von weitem hörte man das Blöken der zehn erwachsenen Coburger Fuchs- und Waldschafe sowie deren sieben Lämmchen vom Urschelbauernhof her. Die seltenen Schafrassen befanden sich zum Teil im Gatter im Juradorf und warteten darauf, von ihrem dichten Wollwuchs befreit zu werden.
Edith Amann, gelernte Schäferin aus München, nennt sich selbst, auf Nachfrage schmunzelnd, „Landstreicherin“. Sie ist das ganze Jahr über unterwegs, schert im Frühjahr und Sommer bei Schäfern, die ihre Hilfe benötigen, und hütet den Winter über allerorts Herden. Gekonnt hat die 27-Jährige das sich zuerst noch sträubende Tier fest im Griff und entfernt das etwa drei bis vier Kilogramm schwere Fell in etwa vier Minuten mit der elektrischen Schermaschine.
Auch die kleinen Museumsbesucher hatten ihre Freude an Mitmachaktionen. Das Testen der Sinne in Fühlkästen oder das Ausprobieren von Filzen machte den Kindern Spaß. Am Ende der abwechslungsreichen Aktionen trugen die Kleinen ganz stolz ihr selbst gestaltetes Schaf „Wali, das Waldschaf“ mit nach Hause.





















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