01.04.2020 - 11:49 Uhr
NabburgOberpfalz

Zeugnis-Übergabe auf dem Postweg

Es war alles vorbereitet und die Einladungen verschickt. Aber die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass der Abschluss an der Landwirtschaftsschule Nabburg ausfallen muss. Statt einer Feier gibt es deshalb Post für die Absolventen.

Johannes Uschold aus Rottendorf bei Niedermurach erreichte einen Schnitt von 1,16 und war Bester des Semesters 2019/20 an der Landwirtschaftsschule Nabburg.
von Externer BeitragProfil

Das Abschlusssemester 2019/20 an der Landwirtschaftsschule Nabburg war laut Pressemitteilung der Schule ein ganz Besonderes: Die gezeigten Leistungen seien herausragend gewesen. Die 19 Studierenden erreichten eine Gesamtdurchschnittsnote von 1,98. Elfmal stand beim Notendurchschnitt die Eins vor dem Komma. Als Beste schnitten ab: Johannes Uschold aus Rottendorf bei Niedermurach mit einem Schnitt von 1,16, Eva-Maria Bäuml aus Gögglbach (Stadt Schwandorf/1,25) und Marina Straßer aus Ödfriedhof (Gemeinde Fensterbach/1,25). Sie bekamen zu Zeugnis und Urkunde jeweils ein Stipendium für den Besuch eines Grundkurses an einer Landvolkshochschule oder der Staatlichen Höheren Landbauschule sowie einen Gutschein für ein Jahr kostenlose Mitgliedschaft in der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft.

Die Zeugnisse für den Abschluss als "Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau" wurden aufgrund der aktuellen Situation per Post versandt. Für die Absolventen gab es lediglich ein Schreiben vom Schulleiter. Ganz intensiv beschäftigte sich das nun abgeschlossene Semester unter anderem mit den aktuellen Themen "Dialog mit der Gesellschaft" und "Biodiversität". Schon im Praxisjahr 2018 wurde das Thema Biodiversität aufgegriffen und viele gute Ideen auf den Betrieben umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Verband für landwirtschaftliche Fachbildung Schwandorf wurde dazu ein Wettbewerb veranstaltet. Auch beim Zukunftspreis des Landkreises erzielte die Klasse in der Kategorie Umwelt einen ersten Preis.

Eva-Maria Bäuml schaffte ihren Abschluss an der Landwirtschaftsschule Nabburg mit einem Notendurchschnitt von 1,25.

Beim Wettbewerb "Biodiversität - Erzeugung gestalten, Arten erhalten" des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhielt das Semester ebenfalls einen ersten Preis. Die Preisgelder wurden in einen Obstbaum für jeden Studierenden und für die Lehrkräfte investiert - und damit wiederum ein Beitrag zu mehr Artenvielfalt und Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt geleistet, heißt es.

Die Absolventen haben mit dem Abschluss der Landwirtschaftsschule auch einen Großteil der Meisterprüfung in der Tasche. Es stehen noch die Fremdbetriebsbeurteilung und das Arbeitsprojekt, die praktische Meisterarbeit, aus.

Marina Straßer gehörte mit einem Durchschnitt von 1,25 ebenfalls zu den Besten.
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