02.04.2019 - 11:30 Uhr
NabburgOberpfalz

Zithermusik im Freilandmuseum

Der "Nordbayerische Zithertag" ist im Freilandmuseum in Neusath angesagt. Oberpfälzer Musikgruppen und Solisten musizieren in historischen Gebäuden.

Im Denkenbauernhof spielte die "Further Zithermusi", links Organisator und Zithervirtuose Christopf Schwarzer
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Seit gut zwei Jahrhunderten ist die Zither in der alpenländischen Form das wohl beliebteste Instrument der Haus- und Volksmusik, auch wenn es derzeit etwas aus der Mode gekommen zu sein scheint. Besonders gefördert und hoffähig hat sie im 19. Jahrhundert Herzog Max in Bayern, der Vater der berühmten Kaiserin Sissi, gemacht. Früher war die Hausmusik oftmals die einzige Möglichkeit für musikalische Unterhaltung beim geselligen Zusammensein der Menschen. Umso besser passen die warmen Zitherklänge in die bäuerlich-historischen Gebäude des Freilandmuseums.

Weltmusik und klassisch

Unter der Federführung des Zithervirtuosen Christoph Schwarzer vom Landesverband "Zither in Bayern e.V." in Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen fand nun zum dritten Mal der "Nordbayerische Zithertag statt.

Bei frühlingshaften Temperaturen wartete der erste musikalische Leckerbissen gleich hinter dem Eingang im Freien. Hier musizierte das Ensemble "Saitenwind", bestehend aus drei Zithern, Gitarre, Kontrabass und Cajon mit ihrem breiten Repertoire. Es reichte von bayerischer Volksmusik bis zu Tangos aus Südamerika und vom "Dritten Mann" bis hin zu irischen Klängen oder gar "Oye como va" von Santana.

Schau im Stall

Wer es dann zithermäßig "klassisch" mag, kam im Denkenbauernhof voll auf seine Kosten. Die schöne Bauernstube ist den ganzen Tag mit begeisterten Zuhörern gefüllt. Hier spielt Christoph Schwarzer als Solist, aber auch im sehr bekannten "Further Trio" (Zither, Geige und Kontragitarre) und in der "Further Zithermusi" (zwei Zithern und Kontragitarre). Besonders beeindruckte Schwarzer als Solist mit "Csardas", "Wiener Lied" oder "Trommelmarsch". Nebenan im Stall präsentierte die renommierte Zitherbaumeisterin Ulrike Meinel aus Markneukirchen verschiedenartige hochwertige Konzertzithern.

Beim weiteren Rundgang konnte man im Waldlerdorf einer Gruppe von Frauen beim Spinnen zusehen. In der Rauberweihermühle spielte Solist Gerhard Wunderlich aus Kirchenlamitz mit seiner Zither zur Unterhaltung auf und begeisterte das Publikum. Für viele Besucher war das Wirtshaus aus Unterbürg im Juradorf das Ziel für eine gemütliche Einkehr. Wer in der Mittagszeit kam, konnte sich an den "Blechernen Saiten" und ihrer Musik erfreuen. Sie spielten zünftig mit Zither, Gitarre und Tuba auf. Natürlich nutzten viele Zitherfreunde beim Rückweg noch einmal die Gelegenheit zum Zuhören.

Die schönen Zithern von Zitherbaumeisterin Ulrike Meinel (hinten) wurden von den Zitherspielern gleich ausprobiert..
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