20.02.2020 - 17:59 Uhr
NabburgOberpfalz

Zwei mögliche Anlagen für Fun-Sportler

Die Stadt denkt über die Errichtung eines Skater-Parcours nach. Parallel dazu wollen zwei Studenten einen Bike-Park anlegen. Konkrete Entscheidungen trifft der Stadtrat aber noch nicht.

Der Skilift steht still. Für einen Bike-Park könnte er gute Dienste erweisen. Deshalb wollen ihn die Bau-Interessenten pachten.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Die Idee kommt aus dem städtischen Jugendtreff heraus. Jugendbeauftragte Heidi Eckl hat sie in einem Antrag formuliert, der bereits vom 31. Mai 2019 datiert. Nun stand das Thema auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung, zu der erneut viele Besucher ins Rathaus gekommen waren.

Zwei Jugendliche durften vor versammelter Runde erklären, was sie sich vorstellen. Sie hätten gerne einen etwa 35 mal 20 Meter großen Parcours mit verschiedenen Geräten, die von BMX-Fahrern, Skatern und Scootern genutzt werden können. 10 bis 15 junge Leute hätten im Moment Interesse daran, hieß es auf Nachfrage, es könnten später sogar bis zu 30 werden.

Bürgermeister und Fraktionen zeigten sich grundsätzlich nicht abgeneigt. Wobei sich zwei bedeutende Fragen stellten: Wo soll die Anlage hin, und was würde sie kosten? Wenn sie so ähnlich aussehen soll wie eine gut angenommene Skater-Anlage in Neunburg vorm Wald, so rechnet Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl (ÖDP) mit 60 000 bis 70 000 Euro. Dazu käme noch der Aufwand für das Feinteeren des Platzes.

Als Standort kam das Umfeld der Nordgauhalle und des TV-Sportgeländes zur Sprache. Aber auch von einem Areal beim Wendehammer im Gewerbegebiet Am Angerweiher war die Rede. Beide Flächen wurden jedoch in der Diskussion nicht als optimal empfunden. Deswegen regte Stadtrat Helmut Ertl an, erst einmal eine kleinere Lösung anzustreben. Die unter dem Strich wohl zusammen kommenden 100 000 Euro solle man nur dann ausgeben, wenn sich wirklich ein idealer Platz finden lässt.

Somit blieben offene Fragen: Wohin damit? Lässt sich das Vorhaben im nächsten Haushalt finanzieren? Gibt es dafür eine Förderung? Das soll nun die Verwaltung klären. "Es könnte was werden, aber ihr müsst euch noch gedulden", gab Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) den Jugendlichen im Zuhörerraum mit auf den Heimweg.

Ähnlich verhält es sich mit einem Bike-Park, für den sich zwei Studenten das Skiliftgelände ausgesucht haben, das sie pachten würden. Dort, so meinen sie, ließen sich Downhill-Strecken mit fünf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden anlegen. Im Mittelpunkt stünde der Skilift, der den Bikern als Transportmittel dienen würde.

Korbinian Blendl (27) aus Neunburg vorm Wald und Marco Vetter (28) aus dem Landkreis Cham halten Nabburg für einen sehr guten Standort, weil es erst in einer Entfernung von über einer Autostunde etwas Ähnliches im Bayerischen Wald gebe. Sie möchten die Anlage, die sie auf Teile eines insgesamt 116 Hektar großen Grundstücks verteilen, in Gewerbeform zu bestimmten Öffnungszeiten betreiben, zum Beispiel an Wochenenden (inklusive Freitag) und Mittwochabenden. Rodungsarbeiten, so sagten sie, seien kaum nötig. Die Strecken würden ausschließlich durch den Wald verlaufen, nicht auf den Skihängen.

Die Stadträte signalisierten durch einen einstimmigen Beschluss, dass sie durchaus geneigt wären, dem Projekt zuzustimmen. Bevor weitere Details festgelegt werden können, muss aber erst geklärt werden, inwiefern eine nötige Änderung der Bauleitplanung möglich ist und welche Kosten dadurch auf die Stadt zukommen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.