03.01.2020 - 12:33 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Nachwuchs bei seltenen Tierarten

Der Zoo Leipzig verkündet zum Start in das Jahr 2020 Nachwuchs bei drei seltenen Tierarten. Die Lippenbären, Schimpansen und Löwen haben Jungtiere geboren.

Schimpansenweibchen Kisha hat am ersten Weihnachtstag einen Sohn geboren.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Leipzig. Das Westafrikanische Schimpansenweibchen Kisha hat am ersten Weihnachtstag einen Sohn geboren. Die Geburt fand im Kreis der Gruppe auf der Innenanlage statt und ist ohne Komplikationen gelaufen. Seither kümmert sich die Mutter laut Mitteilung "vorbildlich" um ihr zweites Jungtier. Die beiden sind ganztägig auf der Innenanlage von Pongoland zu sehen. „So sehr wir uns über den Nachwuchs und das gute Gruppenverhalten freuen, so sehr leiden wir mit den Kollegen in Krefeld, die ihre Menschenaffen im Feuer verloren haben“, sagt Seniorkurator Gerd Nötzold.

Lippenbären - vom Aussterben bedrohte Tierart

Am Morgen des 24. Dezembers hat Lippenbärin Rachana ein Jungtier geboren.

Am Morgen des 24. Dezembers hat Lippenbärin Rachana ein Jungtier geboren. Für die stark vom Aussterben bedrohte Tierart ist die Geburt ein besonderer Erfolg. Mutter und Vater Subodh kamen im Rahmen eines interkontinentalen Austausches 2013 aus Indien nach Leipzig, um die genetische Vielfalt im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm zu bereichern. Mutter und Jungtier sind in der Mutterstube, wo das Jungtier gut versorgt wird.

Löwin kümmert sich gut um den Nachwuchs

Löwin Kigali kümmert sich gut um den Nachwuchs

Den Schlusspunkt unter das Geburtstrio setzte Löwin Kigali, die am 26. und 27. Dezember Jungtiere geboren hat. Bis zu fünf Löwenjungtiere wurden gleichzeitig gesichtet und sind von unterschiedlicher Konstitution. Die unerfahrene Mutter, die im August ihren ersten Wurf nicht aufzog, kümmert sich bislang gut um den Nachwuchs, der beim Saugen beobachtet wurde. Vater Majo ist schon seit längerer Zeit von Kigali abgetrennt und je nach Wetterlage auf der Löwensavanne oder in der Löwenhöhle zu sehen. Mutter und Jungtiere genießen bis auf Weiteres die Ruhe in der Mutterstube und sind noch nicht untersucht worden.

„Die Geburten zum Ende des vergangenen Jahres waren gleichermaßen ein versöhnlicher Abschluss und ein guter Auftakt für das neue Jahr“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Jetzt müssen wir die Daumen drücken, dass der Nachwuchs gesund heranwächst. Die ersten kritischen Tage haben alle gut überstanden.“

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