25.09.2019 - 15:06 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Ärger über "Armutszeugnis"

Eine neue Aktion der Deutschen Telekom sorgte für große Verärgerung im Marktgemeinderat Neualbenreuth. Zu den Themen der jüngsten Sitzung gehörte auch der Rettungswagen-Standort in Wernersreuth.

Im Marktgemeinderat ging Bürgermeister Klaus Meyer (stehend) auf den Standort der Rettungswache in Wernersreuth ein.
von Autor ENZProfil

"Wir jagen Funklöcher" heißt eine aktuelle Aktion der Telekom zum Ausbau des Mobilfunknetzes - Gemeinden sind aufgerufen, sich zu bewerben. Um vorrangig bedient zu werden, müsse eine spezielle Begründung eingereicht werden. Bürgermeister Klaus Meyer zeigte sich empört: "Seit Jahren machen wir Druck und stehen deshalb mit der Telekom in Verbindung, ohne dass irgendetwas passiert ist." Die Funklöcher im Gemeindebereich seien der Telekom alle bekannt, auf wiederholtes Nachhaken habe es sogar schon Zusagen gegeben, so Meyer. "Jetzt so eine Aktion zu starten, bei der man sich neu bewerben muss, um diese Funklöcher zu eliminieren, ist ein Armutszeugnis für den Wirtschaftsstandort Deutschland."

Johannes Saalfrank (SPD-FW) meinte dazu: "Die Telekom sollte sich an ihre vertraglichen Verpflichtungen und Zusagen halten und mit diesem Kokolores aufhören." Seiner Meinung nach handele es sich nur um Zeitschinderei, die Teilnahme an der Aktion hielt er für den falschen Weg. Dennoch stimmten letztendlich alle Gremiumsmitglieder dafür, dass sich die Gemeinde bewirbt, obwohl dies wieder einen großen Aufwand bedeute. Man wolle verhindern, außen vor zu bleiben.

Weiter erinnerte Klaus Meyer an die Vertragsunterzeichnung zur Schaffung des neuen Rettungswachen-Standorts in Wernersreuth. Ab 1. Oktober wird die Wache besetzt sein. Genutzt werden als Provisorium die Räume einer Ferienwohnung. Bis zur Fertigstellung des Neubaus oberhalb des Friedhofs werde es noch einige Zeit dauern. Bis 1. Oktober 2020 habe man maximal Zeit.

Zu den laufenden Bauprojekten führte Meyer aus, dass der Fuß- und Radweg von der Platzermühle bis Ernestgrün Konturen annehme. Zur Neugestaltung des Raiffeisen-Areals werde am letzten Schliff für die Erstellung des Eingabeplanes und des Zuschussantrags gearbeitet. Geplant sei, dass beide Hallengebäude mit Umfeld und Dorfteich in einem ersten Bauabschnitt 2020 und das Umfeld des Teiches mit Wasserspielplatz und Grüngestaltung im zweiten Bauabschnitt 2021 verwirklicht werden. Bei den Straßenbauarbeiten in Hardeck und Motzersreuth gehe es auch voran, so Meyer. In Hardeck werden derzeit die Pflasterarbeiten durchgeführt, Mitte Oktober soll asphaltiert werden. In Motzersreuth wurde der Kanal verlegt, die Straße Richtung Schachten wird derzeit aufgeschottert und im Anschluss daran asphaltiert. In der Schulturnhalle wurde die neue Decke mit Deckenheizung fertiggestellt, die Fenster sind eingebaut, auch der Putz ist angebracht. Nun folgen der Estrich und die Trockenbauarbeiten. Geplant sei der Bezug nach den Weihnachtsferien.

In der späteren Diskussion regte Christian Hebert (CSU) an, als nächstes einen Rad- und Fußweg von der Rennermühle nach Neualbenreuth in Angriff zu nehmen. So könnte ein schöner Rundweg geschaffen werden.

Klaus Meyer teilte weiter mit, dass das Wasserwirtschaftsamt Weiden die bekannten Altdeponien im Gemeindebereich hinsichtlich einer Beeinträchtigung des Grundwassers untersuchen ließ. Dazu wurden diverse Rammbohrungen durchgeführt. Die Proben hätten gezeigt, dass es keinerlei Probleme gebe und die ehemaligen Deponien aus dem Altlastenkataster entfernt werden können.

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