24.03.2019 - 09:15 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Aufwertung für Dorfweiher

Bürgermeister Klaus Meyer freute sich über das große Interesse an der Heimatgemeinde: Zur Bürgerversammlung im Tillensaal Neualbenreuth waren die Tischreihen gut gefüllt. Vor allem die Bauprojekte standen beim Rückblick im Fokus.

Die Bürgerversammlung im Tillensaal war gut besucht.
von Autor ENZProfil

Die Einwohnerzahl bezifferte Meyer zum 30. Juni 2018 auf 1331 Einwohner: 8 Geburten standen 17 Sterbefälle gegenüber, 62 Zuzügen 79 Wegzüge. Der Bürgermeister ging auf die finanzielle Lage ein. Besonders der Vermögenshaushalt habe eine enorme Steigerung: Man habe investiert und wolle dies auch künftig.

"Wenn wir bauen, entwickelt sich etwas", so Meyer. Hier spielten Zuschüsse und Zuweisungen eine bedeutende Rolle, aber auch beim Gemeindeanteil der Einkommenssteuer hat es eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung gegeben. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Gesamtverschuldung 838 779 Euro - 579 Euro pro Einwohner. Die Steuerkraft an der Einkommens-, Grund- und Gewerbesteuer ist laut Meyer angestiegen. Dazu hätten alle Bürger beigetragen, die hier wohnen, wirtschaften und leben. Besonders die Einkommensteuer-Zuweisung sei deutlich höher als bisher.

Fraisch-Spielplatz

Große Investitionen wurden beim Straßenbau (Ottengrün/Ernestgrün), in das Kanalkataster, das Urnenfeld auf dem Friedhof, den Breitbandausbau, in die Kurwege (Bänke und Tische), das Interkommunale Gewerbegebiet Wiesau, die Bushäuschen in Ottengrün und Rothmühle, das Beschilderungskonzept der Ikom und den Fraisch-Spielplatz getätigt. Weiterhin konnten das Gebäude Turmstraße 22 und ein Fahrzeug für den Winterdienst erworben werden.

Auch auf die Ausgaben für die Kläranlage wies das Gemeindeoberhaupt hin. So koste die Entsorgung getrockneten Klärschlammes 7000 Euro im Quartal. Hier mussten einige Baumaßnahmen durchgeführt werden, wobei die Mitarbeiter durch innovative Ideen und die eigene Durchführung zu erheblichen Einsparungen beitrugen. Über den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Ernestgrün-Hochofen sowie die Fertigstellung der Gemeindeverbindungsstraße Ottengrün-Rothmühle-Kleine Kappl wurden die Besucher in Wort und Bild informiert.

Auch das "Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept" (Isek) war Thema der Bürgerversammlung. Hier wurden die Einwohner über die Festlegung des Verfahrensgebietes und die kommunalen Entwicklungsabsichten der Heimatgemeinde informiert. So gehe es darum, einen gesunden Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsstandort für Bevölkerung und Unternehmen sowie einen gesunden Urlaubs- und Aufenthaltsort für Gäste und Patienten zu schaffen. Dabei spielt die Revitalisierung des Raiffeisengeländes und des angrenzenden Dorfweihers eine nicht geringe Rolle. Meyer stellte die Konzeptplanung mit den verschiedenen Möglichkeiten für den Weiher vor. Ebenfalls erläuterte er verschiedene Varianten für das Grundstück Turmstraße 22 nach dem Abriss des alten Gebäudes.

Generationenfreundlich

Ein wichtiges Projekt ist die generationenfreundliche Kommune. Beate Ott ist Koordinatorin und Ansprechpartnerin im Seniorenbüro im Sengerhof. Nach einem ersten Expertenworkshop zum Thema im November folgt eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung - am 8. April um 19.30 Uhr im Sengerhof.

Derzeit werde ein Quartierskonzept für die Anwesen Marktplatz 12 und 14 erarbeitet. Nächste Schritte seien Planungen, Förderanträge und eventuell der Erwerb.

Bürgermeister Klaus Meyer bei seiner Präsentation während der Bürgerversammlung.
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Geld nur für Kunst

In seiner Ansprache ging Bürgermeister Klaus Meyer auf die anstehenden Investitionen ein. So sollen sich beim Kunstprojekt Maiersreuth die Gesamtkosten auf 1.750.000 Euro belaufen, die im Rahmen der Förderoffensive Nordoberpfalz ALE aufgebracht werden. Meyer erläuterte, dass diese Gelder aus Berlin kommen und nur für Kunst und keinesfalls für andere Projekte der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. "Werden sie hier nicht abgerufen, gehen sie in ein Kunstprojekt an einem anderen Ort", so der Sprecher.

Hintergrund:

Flächen von der Stadt Cheb/Eger

Im April/Mai beginnt in zwei Abschnitten der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Motzersreuth. Darauf hat Bürgermeister Klaus Meyer in der Bürgerversammlung hingewiesen – auch darauf, dass eine Förderung von 90 Prozent in Aussicht gestellt sei. Weiteres wichtiges Projekt ist laut Meyer die Verlängerung des Fuß- und Radweges von der Platzermühle nach Ernestgrün. Auch hier wird die Förderung 90 Prozent betragen. Für den neuen Weg wurde Grund von der Stadt Cheb/Eger erworben, wie es hieß. Darüber zeigte sich Meyer sehr dankbar. Ein weiteres Projekt ist die Erstellung von „Blickpunkten“. Dies geschieht in einem grenzübergreifenden Programm mit der Stadt Tachov/CZ. An den Blickpunkten werden die gleichen hochwertigen Sitzgruppen aufgestellt wie schon am Festplatz. Hinzu kommen Informationstafeln. Im Rahmen dieses Projektes findet eine Gemeindeexkursion nach Tachov am 28. Mai statt. Geplant ist auch der weitere Ausbau der Gehwege auf dem Friedhof. Der Ausbau der Straße Maiersreuth-Hardeck mit einem Fußgängerweg wurde noch einmal vorgestellt. Das Vorhaben soll noch dieses Jahr verwirklicht werden. Meyer informierte zudem über den Fortgang der Sanierung der Schulturnhalle mit Fotos.

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