04.11.2019 - 16:02 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Bayerisches Mobilfunkprogramm: Neualbenreuth als Vorreiter

Funklöcher gibt es in ganz Bayern. Diese will das Wirtschaftsministerium schließen und vergibt Förderbescheide für neue Mobilfunkmasten. Der ersten Profiteur im Landkreis Tirschenreuth ist Neualbenreuth.

Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert (links) überreichte an Neualbenreuths Zweiten Bürgermeister Christian Hebert den Förderbescheid.
von Martin Maier Kontakt Profil

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert überreichte am Montag in München an 25 Gemeinden die Bescheide für Projekte des bayerischen Mobilfunkprogramms. "Nach weniger als einem Jahr haben bereits über 400 Gemeinden ihr Interesse an dem Programm bekundet. 32 haben ihren Förderbescheid schon erhalten und können nun mit dem Bau der Mobilfunkmasten starten", wird der Politiker in einer Pressemitteilung zitiert.

Für mehr als 200 Gemeinden habe die Markterkundung des Programms eine Ausbauzusage eines Mobilfunkbetreibers ergeben. Bayern sei das erste Bundesland, das seine Kommunen im ländlichen Raum bei der Mobilfunkversorgung unterstütze. "Die Gemeinden, die ihre Bescheide in Händen halten, können sich stolz zu den Vorreitern in Deutschland zählen", so Roland Weigert.

Neualbenreuth ist die erste Gemeinde im Landkreis Tirschenreuth, die von dem Programm profitiert. "Das haben wir schon forciert. Seit 2014 bin ich dahinter, dass die Mobilfunkabdeckung bei uns besser wird. Da wollen wir alle Möglichkeiten ausnutzen", erklärt Bürgermeister Klaus Meyer auf NT-Anfrage. Geschäftsleiter und Kämmerer Stefan Döllinger habe sehr gute Arbeit geleistet. Da Meyer andere Termine am Montag hatte, nahm Zweiter Bürgermeister Christian Hebert den Bescheid in München in Empfang.

Das Programm fördert die Kosten für Masten, Fundamente und Leerrohre, also die sogenannte passive Infrastruktur. Neualbenreuth erhält eine Förderung von 90 Prozent. Die Mobilfunkbetreiber mieten die Standorte und installieren dort ihre modernen LTE-Sendeanlagen. Das Programm sieht einen Förderhöchstbetrag von 500 000 Euro je Gemeinde vor.

Über die Gesamtkosten und den Mastenstandort im Markt Neualbenreuth kann Meyer noch keine Angaben machen. "Da wird uns eine Gesellschaft beraten", verweist der Bürgermeister auf die gleiche Vorgehensweise wie beim Breitbandausbau. Er hoffe auf eine rasche Umsetzung, damit die Funklöcher endlich gestopft werden.

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