23.08.2019 - 18:13 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

CSU will beim Nahverkehr Gunst der Stunde nutzen

Die Kreistagsfraktion diskutierte die Neuausrichtung des ÖPNV in der Region. Auch eine deutsch-tschechische Koordinierungsstelle steht auf der Wunschliste.

Ein wichtiges Thema ist derzeit die staatliche Förderung des Baxis im Landkreis Tirschenreuth.
von Externer BeitragProfil

Drei wichtige Themenbereiche standen bei der CSU-Kreistagsfraktion im Mittelpunkt einer Sitzung: das Sibyllenbad, der ÖPNV und die Schaffung einer deutsch-tschechischen Koordinierungsstelle.

Beeindruckt zeigte sich die CSU-Fraktion von der Entwicklung des Sibyllenbads. Von einem Leuchtturm der Region war die Rede. Fraktionssprecher und Bezirksrat Toni Dutz stellte heraus, dass die Kreistagsfraktion sowie der Bezirk und das Umfeld immer das Sibyllenbad unterstützt hätten. Fast 90 Menschen seien hier beschäftigt, weitere Arbeitsplätze im Umfeld würden davon abhängen und rund 300 000 Badegäste kämen jährlich ins Bad und die Region. Das Hotel "Pyramide" sei eine notwendige Investition eines privaten Investors gewesen.

Neualbenreuths Bürgermeister Klaus Meyer bedankte sich, dass der Kreistag und die Region zum Sibyllenbad stehen. Es sei ein Bad der Region. Die Städte Tirschenreuth, Mitterteich und Waldsassen gehörten neben Neualbenreuth, dem Kreis und dem Bezirk dem Zweckverband an. Dies sei Grundlage des Erfolgs. Der Titel "Kurbad", um den man sich beworben habe "wäre ein weiterer Meilenstein", meinte Meyer. Es sei viel Geld investiert worden. Derzeit gebe es Überlegungen für eine Sanierung des türkischen Bades. Neualbenreuth sei Sibyllenbad und umgekehrt, darauf sei man stolz.

Bad eine Marke

Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier stellte, auch als Miteigentümer des Zweckverbandes, die Bedeutung des Sibyllenbades heraus. Das Bad habe sich zur Marke entwickelt. Naturtourismus und heilsame Erholung und Ruhe hätten einen neuen Stellenwert, hier könne man ganz klar punkten. Der Titel Kurbad könne neuen Schwung bringen.

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Grillmeier stellte den derzeit laufenden Prozess für den Realisierungswettbewerb des Neubaus der Realschule Kemnath heraus. Wichtig sei es, ein leistungsfähiges Büro zu finden, schließlich gehe es um ein 35-Millionen-Projekt und um eine wichtige Schule. Es gebe die Chance, auch ein ideales Schulkonzept zu entwickeln, zumal ein engagiertes Lehrerkollegium toll am Prozess mitarbeite und auch die Stadt Kemnath mit Grunderwerb und Umfeldgestaltung beste Vorarbeit geleistet habe.

Weiteres Thema war der Bericht aus dem Haushaltskonsolidierungsausschuss, dem Bernd Sommer vorsteht. Hier werde eine besondere Sacharbeit geleistet. Sommer stellte heraus, dass man sich derzeit um das Thema ESKA und ÖPNV bemühe. Man habe dazu die ESKA besucht, die Landkreisflotte habe heute noch eine besondere Bedeutung gerade für den Schulbusverkehr, nur mit privaten Betreibern sei dieser kaum aufrecht zu erhalten. Deswegen liegt es auch im großen Interesse, dass die ESKA eine gute Zukunft habe. Insgesamt böten sich derzeit neue Möglichkeiten für den ÖPNV, da der Freistaat bereit sei, neue Nahverkehrskonzepte des ländlichen Raums zu fördern. Mit Baxi, E-Baxi und auch dem "Mim Board" habe man etwas erreicht im Landkreis. Nach Gesprächen mit der ESKA und ÖPNV-Sachgebietsleiter Peter Zimmert vom Landratsamt wurden klare Handlungsvorschläge erarbeitet. Sommer meinte, dass es derzeit Entwicklungsmöglichkeiten gebe und der Konsolidierungsausschuss einen klaren Handlungsvorschlag unterbreitet habe. Man erwarte eine Behandlung in einer der nächsten Sitzungen des Kreisausschusses. Auch wenn das Auto im ländlichen Raum nicht wegzudenken sei,  brauche es intelligente Verkehrskonzepte.

Grillmeier meinte, dass es hier auch um die Anbindung an den Verkehrsverbund Nürnberg gehe. Dazu sei derzeit die richtige Zeit, deswegen habe die CSU-Fraktion auch darauf gedrängt, hier die Anschlussmöglichkeiten zu untersuchen, diese Studie laufe nun gemeinsam mit den oberfränkischen Nachbarlandkreisen an.

Keine Förderung in Sicht

Abschließend ging es noch um die Einrichtung einer deutsch-tschechischen Koordinierungsstelle am Landratsamt. Grillmeier hatte einen entsprechenden Antrag für die Fraktion erarbeitet. Die deutsch-tschechische Kooperation habe einen besonderen Stellenwert für die Region. Der Landkreis Tirschenreuth sei die Region in Bayern, die am meisten verflechtet ist mit den tschechischen Nachbarregionen. Mit rund 8,5 Prozent an tschechischen Arbeitskräften habe man den höchsten Anteil in ganz Bayern. Leider gebe es für eine derartige "Praxisstelle" kaum Fördermöglichkeiten. Aufgrund der Bedeutung sei die CSU aber auch bereit, diese Stelle alleine zu finanzieren, wenn dies nicht anders gehe.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.