11.10.2019 - 14:18 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Ikom Stiftland weist den Weg

Vor rund zwei Jahren hat sich die Ikom Stiftland auf den Weg gemacht, ein touristisches Beschilderungskonzept zu entwickeln. Nun sind die Kommunen am Ziel.

Die Schilder stehen. Zum Abschluss des Beschilderungsprojekts trafen sich Ikom-, Firmen-, Landratsamtvertreter in Neualbenreuth. Bürgermeister Klaus Meyer (Siebter von rechts) erläuterte die Maßnahme.
von Martin Maier Kontakt Profil

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein wegweisendes Projekt. Schließlich hat sich die Interkommunale Zusammenarbeit Stiftland (Ikom) im Dezember 2017 als eine ihrer ersten Maßnahmen auf eine gemeinsame touristische Beschilderung verständigt. Darauf verwies Neualbenreuths Bürgermeister Klaus Meyer am Donnerstag beim Abschlusstermin des Projekts in seiner Gemeinde.

Acht von zehn Kommunen lenken nun ihre Gäste mit einheitlichen Schildern und Konzept durch die Orte. Dabei sind Bärnau, Mitterteich, Waldsassen, Tirschenreuth, Leonberg, Neualbenreuth, Plößberg und Mähring. Nur Konnersreuth und Pechbrunn verzichteten darauf, da sie erst vor einigen Jahren in diesem Bereich investiert hatten.

„Das Ziel war, unseren Besuchern etwas an die Hand zu geben“, erklärte Meyer. Alle Schilder sind zweisprachig (deutsch und tschechisch). Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Wurzeln des Projekts in seiner Gemeinde liegen: „Wir waren ein wenig Ideengeber. Schließlich brauchten wir das auch für den Antrag zum Bäderstatus.“ In diesem Zusammenhang ließ er anklingen, dass die Entscheidung, ob Neualbenreuth sich künftig Bad Neualbenreuth nennen darf, Mitte November fällt.

Das neue Beschilderungskonzept besteht aus fünf Elementen:

  • Die rund 500 innerörtlichen Wegweiser zeigen die Orte und Plätze von öffentlichem Interesse.
  • Zudem gibt es etwa 80 Erläuterungstafeln an historischen Gebäuden, touristischen Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen.
  • Einheimischen und Gästen stehen 42 neue Themenwanderwege (rund 2000 Schilder) zur Verfügung. Darunter finden sich zum Beispiel der Sagen- und Legendenweg sowie der Grenz- und Pascherweg in Bärnau. Möglicherweise wird auch noch eine gemeinsame Karte für die 42 Touren konzipiert.
  • An 15 schwarzen Stahlstelen gibt es an alubeschichteten Tafeln Kurzinformationen über die Kommunen.
  • An 3 digitalen Stelen in Neualbenreuth, Mitterteich und Waldsassen finden Interessierte Hinweise zum Ort, zu Wanderwegen, Übernachtungsmöglichkeiten und Veranstaltungen.

Die Projektkosten liegen bei 582.000 Euro. Der Fördersatz beträgt 70 Prozent. Den Rest tragen die beteiligten acht Kommunen. Meyer verhehlte nicht, dass die Schilder bei manchen Bürgern auch für Diskussionen gesorgt haben. „Aber es ist schon wieder abgeflaut.“ Nachbesserungen und Erweiterungen seien immer möglich. „Wir haben hier etwas für die Zukunft errichtet“, war sich der Rathauschef sicher.

Eine der digitalen Stelen steht in Neualbenreuth.
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