04.10.2019 - 15:03 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Landschaft erleben und genießen

In der Marktgemeinde Neualbenreuth gibt es an fünf exponierten Stellen eine herrliche Aussicht. Das außergewöhnliche Projekt entstand in Kooperation mit der Stadt Tachov/CZ. Dort wurde ein Quarzpfad angelegt.

Die Teilnehmer aus Tachov und Neualbenreuth an der Einweihung der Blickpunkte.
von Autor ENZProfil

Federführend bei dem Projekt war der Geopark Bayern-Böhmen. Jetzt fand die feierliche Einweihung der Blickpunkte statt - mit Bürgern aus der Gemeinde Neualbenreuth und mit Gästen aus Tachov, die mit dem Bus gekommen waren.

Zunächst wurde eine gemeinsame Busfahrt durch das Gemeindegebiet unternommen, die an den fünf Blickpunkten vorbeiführte. Letzte Station war die Kleine Kappl. Pfarrer George Parankimalil segnete stellvertretend für alle den Blickpunkt neben der Kirche St. Sebastian.

Ikom-Vorsitzender Roland Grillmeier freute sich darüber, dass man an den Blickpunkten die Landschaft erleben und genießen kann. Er bedankte sich bei allen, dass hier ein weiteres Miteinander verwirklicht wurde. In der IKOM Stiftland versuche man, die Region gemeinsam voran zu bringen. Man arbeite auch weiterhin an verschiedenen Ideen. "Man sieht, dass die ländlichen Regionen derzeit die Gewinner sind."

Alexandra Hrusková vom Bildungs- und Informationszentrum in Tachov bedankte sich bei der Gemeinde Neualbenreuth und bei Bürgermeister Klaus Meyer für die Kooperation und übermittelte die Grüße des Bürgermeisters. "Dieses ist ein schönes Beispiel für die deutsch-tschechische Zusammenarbeit", so Hrusková. Anschließend traf man sich zu einer Brotzeit, die die tschechischen Gäste mitgebracht hatten. Wegen des regnerischen Wetters hatte dafür der Wirt des Gasthauses Kleine Kappl einen Raum zur Verfügung gestellt. Zum Abschluss nahm die Besuchergruppe aus Tachov gern die Gelegenheit wahr, das Neualbenreuther Kurmittelhaus zu besichtigen. Sibyllenbadleiter Gerhard Geiger erläuterte die Geschichte des einzigen Kurbades der nördlichen Oberpfalz und erläuterte die speziellen medizinischen Einzelbäder mit Radon und Kohlensäure, bevor die Gäste einen Blick in die Heilwasserbadelandschaft werfen durften.

Bei der Einweihung der Blickpunkte: Bürgermeister Klaus Meyer, Ikom-Vorsitzender Roland Grillmeier, die Dolmetscherin, Pfarrer George Parankimalil, Zweiter Bürgermeister Christian Hebert und Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger (von rechts)
Blickpunkte sollen noch erweitert werden:

Blickpunkte sollen noch erweitert werden

Andreas Peterek erläuterte, dass es auch darum gehe, die Landschaft zu verstehen. Denn es gebe geologische Gründe für die Entstehung von Bergen zwischen dem Mitterteicher und dem Egerer Becken. "Das zu vermitteln, ist Aufgabe des Geoparks", so Peterek. Idealerweise lasse sich dies verwirklichen, wenn mit Kommunen zusammengearbeitet werde. Er bedankte sich ausdrücklich bei der Gemeinde Neualbenreuth für die Zusammenarbeit. Es seien noch mehr Vorhaben geplant. Geologie und Bergbaugeschichte in der Umgebung seien vielfältig. Die Blickpunkte sollen künftig noch hinsichtlich Zeit und Tiefe erweitert werden. Die Tafeln neben den Sitzgruppen greifen verschiedene Themen auf, die die Landschaft betreffen, etwa zum jungen Vulkanismus und zum Panorama, was zu sehen ist. Durch das Scannen eines QR-Codes auf den Tafeln mit dem Smartphone ließen sich weitergehende Informationen abrufen. (enz)

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