25.07.2018 - 11:56 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Lösung nur gemeinsam erreichbar

Eindämmung von Schäden durch Starkregenereignisse: Maßnahmenplan im Neualbenreuther Marktgemeinderat vorgestellt.

Landschaftsarchitekt Gottfried Blank überreichte an Bürgermeister Klaus Meyer einen Maßnahmenplan zur Eindämmung von Schäden durch Starkregenereignisse in der Marktgemeinde.
von Autor ENZProfil

Vorschläge zur Eindämmung von Schäden durch Starkregenereignisse waren Thema in der jüngsten Marktratssitzung. Landschaftsarchitekt Gottfried Blank stellte im Rahmen des Projekts boden:ständig seinen Maßnahmenplan vor. Dieser wurde unter Mitwirkung von Landwirtschaftsamt, Bauernverband, Wasserwirtschaftsamt, Erzeugerring und Amt für Ländliche Entwicklung erstellt und zeigt die neuralgischen Punkte im Gemeindegebiet auf. Die Vorschläge sollen nun ausschließlich auf freiwilliger Basis umgesetzt werden.

Der Plan beruht auf zwei Säulen - die Beratung der Grundstückseigentümer zum einen und bauliche Maßnahmen in der Landschaft zum anderen. Blank nannte Möglichkeiten, wie etwa Wasser an Neualbenreuth vorbeigeführt werden könnte. Auch auf Hardeck und Ottengrün ging er ein. Blank betonte, dass die Beteiligten natürlich mitmachen müssten - leider sei diese Bereitschaft nicht immer gegeben. Bürgermeister Klaus Meyer legte dar: "Wir brauchen das Zutun aller, um etwas zu ändern. Hier sollte man die Gemeinschaft sehen, denn gewisse Maßnahmen sind einfach notwendig." Der Humusaufbau dauere Jahre. Die Landwirte sollen zum Mitmachen motiviert werden. Viele seien beispielsweise schon auf Mulchsaat umgestiegen. Auch viele kleine Maßnahmen brächten den Erfolg, so Meyer. Neualbenreuth sei hier Modellkommune, weshalb am 24. August eine Exkursion in die Gemeinde Hagenohe stattfindet. Dort werden verschiedene Maßnahmen zum Wasserrückhalt und zum Schutz vor Schlammablagerungen vorgestellt, die sich bewährt hätten. Das Gemeindeoberhaupt hofft auf möglichst viele Teilnehmer.

In seinem Bericht teilte Klaus Meyer mit, dass die Bewerbung um den Erhalt von Fördermitteln zur Sanierung des Vollwärmeschutzes der Schule (Hauptgebäude) erfolgreich gewesen sei. Ebenso werde die Sanierung der Schulturnhalle mit Fördermitteln möglich sein. Somit würden circa 1,7 Millionen Euro in die Zukunft der Kinder und der Grundschule Neualbenreuth investiert, erklärte Meyer. Weiter gab er bekannt, dass die Übernachtungszahlen mit 45 000 zum 30. Juni nahezu auf dem gleichen Niveau gelegen hätten wie im Vorjahr. Man habe ein leichtes Minus von 0,6 Prozent verzeichnet.

Meyer teilte ferner mit, dass die Bewerbung um die Teilnahme am Modellprogramm "Aktive generationenfreundliche Gemeinde" erfolgreich war. Neualbenreuth ist eine von fünf Kommunen, die mit Fördergeldern eine wissenschaftliche Begleitung durch die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung zur Erstellung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts erhält. Das bedeutet, dass neben den Fremdleistungen des Institutes auch Personalkosten in Höhe von insgesamt 7500 Euro für 2018 und 2019 gefördert werden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp