"Das ist ein Teil unseres neuen touristischen Beschilderungskonzepts", verrät der Rathauschef. Die Stahl-Stele ist erst der Anfang. Auf sie kommen noch alubeschichtete Tafeln mit Kurzinformationen über die Gemeinde, das Sibyllenbad und die Geschichte des Stiftlands. Das ist aber noch nicht alles.
In den nächsten Wochen wird eine digitale Stele beim Festplatz aufgestellt. Meyer beschreibt diese als "ein riesengroßes Handy mit Touchscreen". Gäste finden dort unter anderem Hinweise zum Ort, zu Wanderwegen, Übernachtungsmöglichkeiten und Veranstaltungen. "Das gleiche System benutzen wir schon bei den Terminals in der Gäste-Info und im Sengerhof", so der Bürgermeister. Zudem werden an historisch bedeutsamen Gebäuden Tafeln mit Kurzbeschreibungen und einem QR-Code, der zu einem ausführlicheren Text führt, angebracht.
Im Frühjahr sollen außerdem neue Wegweiser aufgestellt werden. Auf diesen sind Orte von öffentlichem Interesse zu finden, beispielsweise Geldautomaten, Kirche, Metzgerei, behindertengerechtes WC und Gasthäuser. "Momentan haben wir in der Gemeinde einen Schilderwald. Das wollen wir damit verhindern", erklärt Meyer. Daher plant die Gemeinde auch, eine Satzung für die Regelung der öffentlichen Beschilderung zu erlassen.
Das gesamte Projekt läuft unter der Federführung der Interkommunalen Zusammenarbeit Stiftland (Ikom). Sie hat das neue touristische Beschilderungs- und Besucherlenkungskonzept aufgestellt. Im Boot sind acht der zehn Mitgliedskommunen. Nur Konnersreuth und Pechbrunn verzichten darauf, da sie erst vor einigen Jahren in diesem Bereich investiert haben.
Die Gesamtkosten beziffert Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser auf rund 600 000 Euro. Die Förderung liegt bei rund 400 000 Euro. Den Rest tragen Bärnau, Mitterteich, Waldsassen, Tirschenreuth, Leonberg, Neualbenreuth, Plößberg und Mähring. Finanziert werden aber nicht nur Stelen und 2656 Tafeln. Denn es kommt auch ein Logo und ein neuer Slogan ("Stiftland - Ein Geschenk für die Seele") dazu. Beides wurde schon entwickelt.
Außerdem gibt es noch Beschilderungen von Themenwanderwegen. "Das sind aber nur einzelne und nicht alle Wanderwege", betont Kaiser. Digital-Stelen erhalten neben der Sibyllenbad-Gemeinde noch Waldsassen und Mitterteich. Hervorzuheben ist, dass alle Schilder zweisprachig sind (Deutsch und Tschechisch). "Darauf haben wir Wert gelegt", so der Geschäftsführer. Die Umsetzung des Projekts soll im Frühjahr in allen acht Kommunen abgeschlossen sein.
"Die Wurzeln des Beschilderungskonzepts liegen in Neualbenreuth", weist Bürgermeister Meyer darauf hin, dass schon vor einigen Jahren der örtliche Fremdenverkehrsverein diese Idee eingebracht hatte. Später legte der Rathauschef sie der Ikom vor. "Und mittlerweile sind fast alle dabei", freut er sich.















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