05.11.2019 - 12:10 Uhr
Neudorf/Luhe-WildenauOberpfalz

30, 38 und 40 Jahre im Dienst der Jagdgenossenschaft Neudorf

Jahrzehnte gaben vier Männer alles in der Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Neudorf. In dieser Zeit hat sich viel geändert. Der neue Jagdvorsteher, Michael Müller, ehrte sie mit einer Urkunde und einem Präsent.

Die Geehrten (von links): Anton Lorenz, Michael Müller, Alfred Gilch, Johann Schlegl, Matthias Götz und Johann Kick
von Hans MeißnerProfil

Das diesjährige Jagdessen war besonders. Zum ersten Mal seit 38 Jahren begrüßte der neue Jagdvorsteher Michael Müller die zahlreichen Jagdgenossen mit ihren Partnern. Sein Dank galt gleich zu Beginn den Jagdpächtern für die Einladung und der Familie Schärtl für die Bewirtung. Es wurde aber nicht nur gefeiert, es musste auch ein wichtiger Beschluss gefasst werden. Um den Wildwuchs in den Gräben Einhalt zu gebieten, stellt die Jagdgenossenschaft 2000 Euro für den Sträucherrückschnitt und Grabenmulcharbeiten zur Verfügung. Dieser soll bis zur Jahreshauptversammlung ausgegeben werden. Die Vorstandschaft hatte sich hierzu im Vorfeld vor Ort einen Überblick verschafft.

Dann begann Müller mit den Ehrungen. Johann Schlegl stand 38 Jahre der Neudorfer Jagdgenossenschaft vor, noch länger war er in der Vorstandschaft. Unter seiner Regie wurden die Jagdbögen neu aufgeteilt, zunächst in zwei, später in drei. Mehrere Maschinen wurden in dieser Zeit angeschafft, manche auch wieder veräußert. In die Amtszeit von Schlegl fiel auch der Wandel in der Landwirtschaft. So lässt die Jagdgenossenschaft die Böschungen mähen. Viel Arbeit gab es auch im Rahmen der Flurbereinigung. Seit der erstmaligen Herstellung der Flurwege, gilt es diese auch regelmäßig instand zu setzen. Nicht einfach haben es ihm oftmals die Anwärter auf die Jagdbögen gemacht. Schwierige Verhandlungen waren im Vorfeld der Vergabe nötig. Dass die Jagdgenossenschaft heute als geeinte Organisation dasteht, ist ein großer Verdienst von Johann Schlegl.

Die Kasse der Jagdgenossenschaft wurde die letzten 40 Jahre von Anton Lorenz geführt. Waren früher noch viele Auszahlungen zu tätigen, so gibt es heute vor allem den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Früher waren die Pachterlöse wesentlich höher, andererseits wurde aber auch fast alle Beiträge ausbezahlt. Bei den Kassenprüfungen hat es niemals, auch nur den kleinsten Fehler gegeben.

Johann Kick junior aus Grünau stellte sich 30 Jahre in den Dienst der Jagdgenossenschaft Neudorf. Sen Fachwissen und seine Beziehungen zu Unternehmen waren stets von Vorteil für die Jagdgenossenschaft. Auch Hans Müller, ebenfalls aus Grünau, war über viele Jahre aktiv in der Vorstandschaft der Jagdgenossen. Alle haben viele Stunden für dieses Ehrenamt geopfert, hierfür galt ihnen der Dank der Jagdgenossen an diesem Abend.

Wenn man bei den Jagdgenossen geehrt wird, obwohl man gar keiner ist, dann muss es damit schon etwas Besonderes auf sich haben. Alfred Gilch, der ehemalige Geschäftsstellenleiter der Marktgemeinde, unterstütze die Vorstandschaft als Schriftführer. Er führte nicht nur das Protokoll, er bereitete die Sitzungen vor und hat nach der Flurbereinigung das Jagdkataster neu erstellt. Für diese Arbeit opferte er viel Freizeit. Auch ihm wurden, wie allen anderen, eine Urkunde und ein Gutschein überreicht. "Die Mitarbeit in der Jagdgenossenschaft ist den Mitgliedern nur möglich, wenn sie wissen, da steht eine Frau, eine Familie hinter mir und dem Amt. Der Dank gilt deshalb auch den Ehefrauen der Geehrten", sagte Jagdvorsteher Müller zum Abschluss.

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