16.04.2020 - 20:58 Uhr
Neudorf/Luhe-WildenauOberpfalz

Seit 20 Jahren haben Gerätschaften eine Heimat

Er ist einfach da, als ob er es schon immer gewesen wäre. Vereine nutzen den Vereinsstodel gerne, weniger engagiert sind sie bei seiner Pflege. Das war immer so. Nach 20 Jahren schwelgen die Verantwortlichen von damals in Erinnerungen.

Der Vereinsstodel von Neudorf
von Hans MeißnerProfil

Nachdem vor über 30 Jahren die Aktivitäten der Vereine immer mehr zunahmen, wurden ihre Gerätschaften auch immer mehr. Bloß wohin damit? Auch wenn es damals schon leerstehende Scheunen oder Garagen gab, zum Anmieten waren sie trotzdem nicht. Der Wunsch nach einem eigenen Stodel wurde immer größer. Auch das Vereinskartell wollte einen Stodel für alle Neudorfer Vereine. Die Frage war: Woher das Geld nehmen?

Das Jahr 1997 sollte Bewegung in die Frage bringen. Die 650 Jahr-Feier stand in Neudorf an. Nach vielen Planungen wurde das Jubelfest ein riesiger Erfolg. An dieses Fest erinnern sich heute noch viele gerne – es wird aber einmalig bleiben, so etwas kann man laut Zeitzeugen nicht wiederholen.

Da der Festverlauf die kühnsten Erwartungen übertraf, blieb auch ein schöner Gewinn übrig. Nun hatte man Geld für das Stodel-Projekt zur Verfügung, dass man sonst über Jahre hinweg erwirtschaften hätte müssen. Nach langem Suchen fand man auch einen Standort. Auf gemeindeeigenen Grund in Richtung Weißenbrunner Weg sollte der Stodel errichtet werden. Der große Antreiber des Bauprojektes war der damalige stellvertretende Kartellvorsitzende Bernhard Vogl. Mit Kartellvorsitzenden Hans Meißner und Kassier Josef Argauer stand ein gutes Team zur Verfügung. Ein großes Anliegen war es, den Stodel in traditioneller Holzbauweise zu errichten. Eine große Hilfe war Baustoffhändler und Maurermeister Georg Faltenbacher. Mit Franz Fellner aus Hirschau hatte man auch einen Zimmerermeister vom alten Schlag bekommen, der die alten Techniken noch beherrschte.

Trotz eines finanziellen Polsters ging es nicht ohne Spenden und viele Unterstützer. Mit viel Tatkraft ging man an die Verwirklichung des Bauprojektes, die schnell erfolgte. Das Richtfest wurde bald gefeiert. Da der Stodel von zwei Seiten befahren/begangen werden kann, ist er besonders praktisch. Alles sperrige und fahrbare wurde im Erdgeschoss untergebracht, alles Tragbare im Obergeschoss.

Die Erbauer-Generation ist auch noch heute stolz auf den Vereinsstodel, auch wenn die heutigen Vereinsführungen ihn als gegeben betrachten und ihn einfach gerne nutzen. Dafür ist er aber auch da.

Die Erinnerungstafel an der Außenseite des Stodels
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